Robert Frankenburg: Das Käthchen von Heilbronn. Romantische Erzählung
Dresden: Druck u. Verlag von Rich. Herm. Dietrich [um 1900]

Inhaltsangabe


Seite 3172-3196
202. Kapitel: Des Kaisers Tochter
Bearbeitet von Dr. Elke Schulz-Hanßen

Personen:
Johann
Barnabe
Richard von Rossitz
Ottokar von Rossitz
Graf vom Strahl
Käthchen
Friedeborn
Kunigunde
Kaiser
Diener und Herolde
Siegwart
Roland
Hubertus von Thurneck
Franziskus
Zwerg

Kurzinhalt:
Johann und Barnabe heiraten ohne Gäste in der neuen Heimat. Später erscheinen Richard und Ottokar von Rossitz, entdecken dem Johann seine wahre Herkunft, geben ihm den Namen Rossitz und nehmen ihn in die Familie auf. Am selben Tag kommt der Ritter vom Strahl nach Worms, um beim Kaiser sein Recht auf die Grafschaft Stauffen  zu belegen. Er erblickt Käthchen im Fenster des Gasthauses, eilt zu ihr und bittet sie, seine Frau zu werden. Sie werden von Friedeborn überrascht, der verordnet, dass erst die Zustimmung eines Dritten notwendig ist. Am vierten Tag wird Käthchen festlich gekleidet zu dem würdigen alten Mann gebracht, der ihr einst den Ring schenkte. Er eröffnet ihr, dass er ihr leiblicher Vater sei. Später werden Friedeborn und Käthchen in den Thronsaal geführt. Der alte Mann, Käthchens leiblicher Vater, sitzt auf dem Kaiserthron. Er hält Audienz: Siegwart, Richard von Rossitz, Hubertus und Graf vom Strahl tragen ihre Anliegen vor. Dann erklärt der Kaiser das Käthchen zu seiner Tochter. Verwirrt stürzt sie in die Arme von Friedrich. Der Kaiser gibt sie ihm zur Frau. Die bisher verborgene Kunigunde stürzt mit dem Dolch auf das Paar zu und ersticht sich selbst.

Inhaltsangabe Langfassung:
Johann und Barnabe heiraten ohne Gäste in der neuen Heimat. Barnabe spürt, dass es Johann schwer fällt, von ihr Namen und Vermögen anzunehmen. Richard und Ottokar von Rossitz erscheinen wenig später überraschend auf der Burg. Sie enthüllen Johann seine wahre Herkunft und bieten ihm freundschaftlich den Namen Rossitz und die Zugehörigkeit zur Familie an als Ausgleich für die Misshandlungen durch seinen Vater Rupert. Am selben Tag trifft der Ritter vom Strahl in Worms ein, um vor dem Kaiser seine Rechte an der Grafschaft Stauffen zu belegen. Spazierend durch die Gassen erblickt er Käthchen am Fenster eines Gasthauses. Er eilt zu ihr, erklärt ihr die versuchte neuerliche Verbindung mit Kunigunde und erfährt von Käthchen, dass sie die elende Kunigunde in der Stadt getroffen hat. Friedrich und Käthchen versichern sich leidenschaftlich ihrer Liebe. Friedrich bittet um ihre Hand und verwirft ihre Vorbehalte wegen des Standesunterschieds. Friedeborn überrascht sie und fordert von Friedrich Zurückhaltung bis ein befugter Dritter alsbald die Einwilligung zur Heirat geben wird. Am vierten Tag wird Käthchen mit Friedeborn festlich gekleidet in ein prächtiges Haus geführt. Der würdige alte Mann, der sie schon im Gasthaus besucht und ihr einstmals den Ring geschenkt hat, empfängt sie, eröffnet ihr liebevoll, dass er ihr leiblicher Vater ist, und bittet sie um Vergebung für die beschämende Behandlung, die er einst ihrer Mutter zuteilwerden ließ. Dann werden Käthchen und Friedeborn in einen großen Saal geführt. Zu Käthchens Verwunderung sitzt ihr leiblicher Vater auf dem Thronsessel. Er ist der Kaiser und hält in Anwesenheit seines Gefolges huldvoll Audienz. Es erscheinen nach einander Siegwart, der in die Rechte seines verstorbenen Vaters Ludolph eingesetzt wird, Richard von Rossitz, der die Anerkennung seines Enkels Johann erhält, Hubertus das Recht auf die Burg von Thurneck und Friedrich das Recht auf die Grafschaft Stauffen. Dann eröffnet der Kaiser den Anwesenden, indem er vom Thron herunter auf Käthchen zu geht, dass dieses Mädchen seine geliebte lange geheim gehaltene leibliche Tochter ist: Prinzessin Katharina vom Schwabenlande. Als Käthchen ihre Fassung wiedergefunden hat, eilt sie in die Arme von Friedrich. Der Kaiser genehmigt bewegt die Heirat. Da stürzt Kunigunde, die verborgen der ganzen Audienz beigewohnt hat, mit gezücktem Dolch auf das Paar zu und – ersticht sich selbst. "Ich, das Käthchen von Heilbronn, das Kind aus dem Volk, des Kaisers Tochter - o Herr, wie wundersam sind Deine Wege!"


Der Reprint des Romans (insgesamt 5 Bände mit zusammen 3.200 Druckseiten und 100 ganzseitigen, zum Teil farbige Abbildungen) ist erhältlich über den Kleist-Shop bzw. Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!beim Kleist-Archiv Sembdner.