Robert Frankenburg: Das Käthchen von Heilbronn. Romantische Erzählung
Dresden: Druck u. Verlag von Rich. Herm. Dietrich [um 1900]

Inhaltsangabe


Seite 3150-3164
200. Kapitel: Haß - bis zum letzten Athemzug
Bearbeitet von Dr. Elke Schulz-Hanßen

Personen:
Graf Sylvester
Graf Rupert
Gräfin Hildegard
Heilkundiger
Gräfin Gertrude
Ottokar
Agnes
Altöbern
Greis alias Vater von Ruprecht

Kurzinhalt:
Sylvester trifft auf der Burg Hohenberg mit Hildegard und Agnes ein, um sich mit Rupert zu versöhnen. Er trifft seinen Vetter, durchs eigene Schwert schwer verletzt, an. Der Heilkundige erklärt, dass der Tod nahe bevorsteht. Rupert verweigert sterbend jede versöhnliche Geste gegenüber Sylvester, seinem Vetter, Hildegard, seiner Frau, Ottokar, seinem Sohn und dessen Braut Agnes.  Ein Greis erscheint und gibt sich als Ruperts Vater zu erkennen, den der für tot hält, nachdem er ihn einst in ein Verließ warf. Gerettet von Altöbern hat  der Vater unerkannt Ruperts Leben verfolgt und hält ihm seine Schandtaten vor, u. a. den Mord an Philipp, dem Sohn von Sylvester und Gertrud. Auch mit seinem Vater will Rupert nicht Frieden schließen. Er stirbt im Groll.

Inhaltsangabe Langfassung:
Sylvester erreicht zusammen mit Ottokar, der widerstrebenden Gertrud und Agnes die Burg Hohenberg zu einem Versöhnungsbesuch bei Rupert. Sie finden ihn, aus Angst und Scham durch das eigene Schwert verletzt, sterbend an. Der herbeigerufene Heilkundige sagt seinen baldigen Tod voraus. Dennoch  verweigert er auch auf dem Sterbelager hartherzig allen die Versöhnung trotz deren intensiver Bemühungen. Es erscheint zur Überraschung aller ein Greis. Er gibt sich als Vater von Rupert zu erkennen, der ihn einst in ein Verließ  werfen ließ und ihn für tot hält. Er wurde von seinem Freund Altöbern gerettet und lebte besonders nach dessen Tod einsam und elend. Er wurde unerkannt Zeuge der Untaten von Rupert: wie er Philipp, das Kind von Sylvester und Gertrud, ermorden ließ und auf den gedungenen Mörder die Hunde hetzte. Gertrud fühlt sich verzweifelt in ihren Ahnungen bestätigt. Auch mit dem greisen Vater will Rupert nicht Frieden schließen. Ottokar erbittet vom Großvater Vergebung und bietet ihm Unterkunft und Pflege bis ans Lebensende an. Rupert stirbt schließlich trotzig und unversöhnt. Die verstört Zurückbleibenden empfehlen ihn einem verzeihenden Gott an.


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