Robert Frankenburg: Das Käthchen von Heilbronn. Romantische Erzählung
Dresden: Druck u. Verlag von Rich. Herm. Dietrich [um 1900]

Inhaltsangabe


Seite 3095-3112
197. Kapitel: Die Nemesis!
Bearbeitet von

Personen:
Graf Rupert von Rossitz
Junker Johann
Barnabe
Harald
Gorbert
Diener

Kurzinhalt:
Rupert wartet ungeduldig auf die Rückkehr von Harald, der Ursula und Johann in der Höhle ermorden soll. Schließlich macht er sich selbst auf den Weg zur Höhle. Verborgen beobachtet er in der Nähe der Höhle, wie Johann und Barnabe die Ursula vor der Höhle begraben. Unvermutet steht Johann vor ihm und schmäht ihn. Zurück auf der Burg meldet sich Gorbert bei ihm und verlangt nochmals Geld für den vormaligen Auftragsmord an dem Kind Philipp von Warwand. Rupert weigert sich. Gorbert begibt sich zur Burg Warwand und verrät Rupert. Als Sylvester auf der Burg erscheint, begeht Rupert Selbstmord mit einem Schwert.

Inhaltsangabe Langfassung:
Rupert, der Harald zur Höhle geschickt hat, um Ursula und Johann zu ermorden, wartet ungeduldig auf dessen Rückkehr. Nach unruhiger Nacht begibt er sich zu Fuß zur Höhle und verbirgt sich in der Nähe hinter einem Fels. Er beobachtet, wie Johann vor der Höhle ein Grab aushebt und mit Hilfe Barnabes Ursula hineinlegt. Auf der Suche nach mehr Grün und Reisig, um die Tote zu bedecken, steht unvermutet Johann vor ihm. Er schmäht ihn heftig, als Rupert ein weiteres Mal Ursula verhöhnt. Nur mit Hilfe Barnabes wird ein tätlicher Angriff des Sohnes an dem gehassten lieblosen Vater verhindert. Johann und Barnabe kehren Rupert den Rücken. Rupert findet in der Höhle den toten Gorbert (warum ist er auch so ungeschickt!) und kehrt erschöpft zurück zur Burg. Über Nacht wird sein Haar zum Entsetzen der Diener weiß. Am nächsten Tag begehrt Gorbert ihn zu sprechen. Widerwillig wird er empfangen. Er fordert nochmals Geld für den vor Jahren an dem Kind Philipp Warwander vollzogenen Auftragsmord. Rupert zahlt auch nicht, als Gorbert ihm droht, ihn bei Sylvester zu verraten. Rupert bereut den Rausschmiss und rechnet damit, dass der informierte Sylvester ihn aufzusuchen wird, um ihn der Feme zuzuführen. Auch die Erinnerung an alle seine anderen schlechten Taten und Verbrechen kommen ihm in den Sinn: Beatrice, Ursula, Johann, Hildegard. Wie soll er der Schmach entgehen, von seinem Vetter triumphierend der Gericht zugeführt zu werden? Als Sylvester im Burghof erscheint, flieht Rupert in ein fernes Zimmer und bringt sich in höchster Verzweiflung mit dem Schwert um.


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