Robert Frankenburg: Das Käthchen von Heilbronn. Romantische Erzählung
Dresden: Druck u. Verlag von Rich. Herm. Dietrich [um 1900]

Inhaltsangabe


Seite 3055-3077
195. Kapitel: Von Allen verlassen
Bearbeitet von Dr. Elke Schulz-Hanßen

Personen:
Burggraf von Freiburg
Ritter Griesberg
Köhlerfamilie
Kunigunde von Thurneck
Rosalinde
Zwerg
Dorffamilie 1
Dorffamilie 2 (Junge Mutter, 4 Kinder, Großvater)

Kurzinhalt:
Auf einem Ritt klärt der Burggraf den Ritter Griesberg über die Missetaten der Kunigunde auf. Während eines Unwetters suchen sie Schutz in einer Köhlerhütte. Dort halten sich schon Kunigunde und Rosalinde auf. Kunigunde hofft, dass die Ritter ihr die Hütter überlassen. Diese überschütten sie jedoch mit Spott und Hass. Nach Ende des Unwetters reiten die Ritter weiter. Wenig später auch Kunigunde und Rosalinde. Kunigunde lenkt den Wagen in die Nähe ihrer Burg. Vielleicht findet sie noch einen Weg, Hubertus umzubringen. Von starkem Regen überrascht, flüchten sie sich in eine Waldhütte. Nach ihnen erscheint dort der Zwerg und hält Kunigunde ihre Missetaten vor. Dadurch erfährt Rosalinde davon. Entsetzt verlässt sie Kunigunde. Allein, hungrig und durchnässt sucht Kunigunde Obdach in einem ihrer Dörfer. Zweimal wird sie hassvoll abgelehnt. Im Freien bricht sie ohnmächtig zusammen.

Inhaltsangabe Langfassung:
Auf einem Ausritt klärt der Burggraf den Ritter Griesberg darüber auf, welche Missetaten über Kunigunde bekannt geworden sind und dass der Ritter vom Strahl darob die Verlobung gelöst habe. Griesberg fühlt darüber Genugtuung, da auch er von Kunigunde entlassen wurde. Vor einem nahenden Unwetter flüchten sich beide in die nahe Köhlerhütte, in der der Ritter vom Strahl einst Kunigunde gutgläubig aus der Gefangenschaft des Burggrafen befreit hat. In  der Hütte haben die obdachlose Kunigunde und Rosalinde bereits Schutz gefunden. Kunigunde, erbost darüber, Griesberg beim Burggrafen zu sehen, fordert die beiden auf nach Ritterart, ihr die Hütte zu überlassen. Darauf erinnert der Burggraf sie höhnisch an ihr Los als Verjagte. Nach Ende des Unwetters reiten sie ab. Kunigunde muss wütend erkennen, dass ihre Missetaten und ihre Lage als Verjagte schon weithin bekannt sind. Während der Weiterfahrt begibt sich in die Nähe ihrer Burg und geht mit Rosalinde zu Fuß weiter. Sie überlegt, ob sie nicht doch noch eine Möglichkeit hat, Hubertus umzubringen. Sie wird von heftigem Regen überrascht und flüchtet sich in eine ihr bekannte Waldhütte auf ihrem Gebiet. Dort erscheint der Zwerg, den sie herrisch des Platzes verweisen will. Er weigert sich, in dem er ihr ihre Missetaten vorwirft und den daraus resultierenden rechtlosen Aufenthalt in der Hütte. Rosalinde hört erstmals davon. Sie ist besonders entsetzt über den Mordversuch an Hubertus und verlässt Kunigunde gegen deren Willen. Allein, hungrig und durchnässt irrt sie auf der Suche nach einer Herberge verzweifelt umher. Sie kommt in eines ihrer ehemaligen Dörfer. An der ersten Hütte wird sie erkannt und erbittert wegen ihrer früheren grausamen Herrschaft angewiesen. An der zweiten Hütte drängt sie an einem Kind vorbei erschöpft vor in die elende Stube, die sie früher nie wahrgenommen hat. Sie wird erkannt und, mit Vorwürfen überhäuft, aus dem Haus gejagt. Im Freien bricht sie ohnmächtig zusammen.


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