Robert Frankenburg: Das Käthchen von Heilbronn. Romantische Erzählung
Dresden: Druck u. Verlag von Rich. Herm. Dietrich [um 1900]

Inhaltsangabe


Seite 3029-3055
194. Kapitel: Des Herzens Stimme
Bearbeitet von Dr. Elke Schulz-Hanßen

Personen:
Käthchen
Friedeborn
Gottfried
Grethe
Marianne
Edelmann
Kaiser
Constantin Reichsgraf von Bardenheim

Kurzinhalt:
Käthchen lebt wieder in der Waffenschmiede bei Friedeborn in Nachbarschaft mit Gottfried und Grethe. Eines Abends erscheint ein Edelmann, der mit Friedeborn im Nebenzimmer in geheimnisvolles Gespräch führt. Darauf tritt Friedeborn mit Käthchen am nächsten Morgen eine Reise an, deren Zweck und Ziel er dem Käthchen nicht enthüllt. Der Kaiser, der die Reise veranlasst hat, beichtet seinem Freund Constantin, dass er, bevor er den Thron bestieg, in Trier Josephine geliebt habe. Er verließ sie ohne Abschied, als er nach dem plötzlichen Tod des Vaters den Thron besteigen musste. Er konnte Josephine nicht vergessen, reiste inkognito nach Trier, erfuhr, dass Josephine eine Tochter geboren hatte und dabei gestorben war. Darauf spürte er das Kind in Heilbronn bei Friedeborn auf, der die Schwester von Josephine geheiratet und Käthchen bei sich aufgenommen hatte. Aus Scham über sein jugendliches unverantwortliches Tun und um als Kaiser als Vorbild dienen zu können, habe er nichts davon je erzählt. Aber das Geheimnis habe ihn unglücklich gemacht. Jetzt wolle er sich offenbaren und habe Friedeborn und Käthchen zu sich bestellt. Beide steigen in einem Wirtshaus ab, in das sich der Kaiser inkognito begibt. Dort offenbart er sich dem Käthchen noch nicht. Das Mädchen jedoch erinnert sich daran, den geheimnisvollen Unbekannten schon einmal gesehen zu haben, als er sie  fieberkrank besuchte und ihr einen Ring schenkte, den sie bis heute hüte.

Inhaltsangabe Langfassung:
Käthchen nimmt bei Friedeborn ihre früheren häuslichen Verpflichtungen wieder auf. Sie versteht sich gut mit dem ehemaligen Verlobten Gottfried, der Grethe geheiratet hat. Beide leben glücklich in der Nachbarschaft. Käthchen sehnt sich nach Friedrich, versucht aber ihn zu vergessen. Eines Abends erscheint, als alle beim Abendessen sitzen, ein edler Fremder, der mit Friedeborn ein geheimnisvolles Gespräch in der Nebenstube führt und Käthchen mit unauffälliger Ehrerbietung begegnet. Am nächsten Morgen brechen daraufhin Friedeborn und Käthchen überraschend zu einer Reise auf, deren Zweck und Ziel dem Mädchen unbekannt ist. Der Kaiser, der die Reise veranlasst hat, fasst den Mut, seinem Jugendfreund Constantin zu beichten, dass er einst in Trier die schöne Josephine geliebt habe. Er habe sie ohne Abschied verlassen, als er nach dem plötzlichen Tod seines Vaters den Thron besteigen musste. Um seine Vorbildfunktion als Kaiser nicht zu trüben und aus Scham, habe er das Verhältnis zu Josephine geheimgehalten. Das habe ihn unglücklich gemacht, denn er konnte sie nicht vergessen. Er sei inkognito nach Trier gereist. Dort habe er von den gramgebeugten Eltern erfahren, dass Josephine eine Tochter geboren habe und dabei gestorben war. Dann forschte er nach der Tochter und fand sie in Heilbronn bei Friedeborn, der die Schwester von Josephine geheiratet habe. Beide nahmen das Käthchen als Mutter und Vater bei sich auf. Mehrmals habe er das Käthchen dort besucht. Nun habe er den Mut gefunden, sich zu seinem unverantwortlichen Verhalten zu bekennen und Käthchen als seine Tochter anzuerkennen. Er sucht inkognito Friedeborn und Käthchen in dem Wirtshaus auf, in dem sie abgestiegen sind, gibt sich dem Käthchen aber nicht zu erkennen. Das Mädchen jedoch erinnert sich daran, dass dieser freundliche Mann sie einst besuchte, als sie krank war. Er habe ihr einen Ring geschenkt, den sie bis heute hüte. Welche Bedeutung hat dieser geheimnisvolle Mann für ihre Zukunft?


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