Robert Frankenburg: Das Käthchen von Heilbronn. Romantische Erzählung
Dresden: Druck u. Verlag von Rich. Herm. Dietrich [um 1900]

Inhaltsangabe


Seite 2975-2997
191. Kapitel: In der letzten Stunde
Bearbeitet von Dr. Elke Schulz-Hanßen

Personen:
Junker Johann
Graf Ottokar von Rossitz
Graf Rupert von Rossitz
Ursula alias Theodora von Freiwald
Barnabe alias Hadwiga von Rheims
Harald

Kurzinhalt:
Frei, aber ohne Obdach verlässt Ottokar die Burg und lenkt seinen Schritt zu der Höhle, in der Ursula und Barnabe ihn betreut haben. Dort findet er die erfreute Ursula. Sie erzählt ihm aus ihrem Leben und eröffnet ihm, dass sie seine Mutter sei. Er will es nicht hören und kann es kaum glauben. Das Wort Mutter kommt ihm gegenüber der stets von ihm gehassten Ursula nicht über die Lippen. Verzweifelt verlässt er die Höhle und bricht im Wald zusammen. Dort findet ihn Barnabe. Sie eröffnet ihm, dass sie die Erbin der Gräfin Rheims sei und mit ihm, den sie liebe, auf ihrem Besitz leben möchte. Er fühlt sich als Bastard ihrer nicht mehr würdig, lässt sich aber umstimmen. Barnabe verlangt, vor dem Abschied noch in die Höhle zu Ursula zu gehen. Widerwillig stimmt Johann zu. Sie legen sich zum Schlaf nieder. Rupert auf der Burg kann Ursula nicht verzeihen, dass er durch ihre Mitwisserschaft seinen Sohn Ottokar verloren hat. Er dingt Harald für den Mord an Ursula und Johann. Harald schleicht sich in die Höhle und will sich mit dem Dolch auf den schlafenden Johann stürzen. Ursula wirft sich dazwischen. Johann ersticht Harald und erfährt noch, dass Rupert ihn geschickt hat. Ursula ist tödlich verletzt. Johann nennt sie in der letzten Minute Mutter. Sie stirbt glücklich.

Inhaltsangabe Langfassung:
Johann ist frei, doch obdachlos.  Er wendet seine Schritte unwillkürlich zu der Höhle, in der Ursula und  Barnabe ihn betreut haben. Er trifft dort Ursula, die ihm erfreut und triumphierend mitteilt, dass er ihr seine Freilassung zu verdanken habe. Sie will ihm das erklären, indem sie ihm ihre Lebensgeschichte erzählt. Johann hat keine Lust, der verhassten Ursula zuzuhören. Erst als er den Namen Rossitz, hört merkt er auf, kann und will aber nicht glauben, dass er ihr und dessen Sohn sei. Verwirrt verlässt er die Höhle und bricht im Wald zusammen. Dort findet ihn hocherfreut Barnabe. Sie eröffnet ihm, dass sie die Tochter der Gräfin Rheims sei und deren Erbin. Sie wolle mit Johann auf ihren Gütern leben. Er fühlt sich als Bastard  ihrer in ihrer neuen Rolle nicht würdig.
Sie versichert ihn ihrer unverbrüchlichen Liebe und würde mit ihm auch in Armut leben. Er lässt sich umstimmen und stimmt widerwillig auch einem Abschiedsbesuch bei Ursula in der Höhle zu. Er könne sie nicht Mutter nennen, werde sich aber um sie kümmern. Sie legen sich in der Höhle zum Schlaf nieder. Rupert kann nicht verwinden, dass Ursula als Mitwisserin an seinem Mordversuch ihm Ottokar entrissen hat. Er will Rache an Ursula nehmen und beauftragt Harald gegen Geld, Ursula und Johann zu ermorden. Harald schleicht sich in die Höhle und stürzt sich auf den schlafenden Johann. Ursula wirft sich dazwischen und wird tödlich verletzt. Johann ersticht Harald und erfährt von dem Sterbenden, dass Rupert ihn gedungen habe. Ursula kann noch berichten, dass sie gern für ihren Sohn stürbe. Er bringt in letzter Minute das Wort Mutter über die Lippen. Ursula stirbt glücklich.


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