Robert Frankenburg: Das Käthchen von Heilbronn. Romantische Erzählung
Dresden: Druck u. Verlag von Rich. Herm. Dietrich [um 1900]

Inhaltsangabe


Seite 2875-2895
185. Kapitel: Unrettbar verloren
Bearbeitet von Dr. Elke Schulz-Hanßen

Personen:
Hauptmann von Werning alias Wolf Balzer            
Unbekannter mit Maske
Unbekannter mit Hut
Diener
Ralph Hagel
Präsident von Werning
Constanze

Kurzinhalt:
Hauptmann von Werning wird aus der Gefangenschaft entlassen, um für den "Bund" Papiere aus dem Haus des Präsidenten zu entwenden. Nach Geleit durch einen Unbekannten trifft er in der Stadt Ralph Hagel. Nachts dringt der Hauptmann mit seinem Schlüssel in sein "Elternhaus" ein. Er findet die Papiere. Der Präsident überrascht ihn. Der Hauptmann kann die Papiere durchs Fenster Ralph Hagel zuwerfen. Dann sticht ihn der Präsident nieder. Sterbend erklärt er seinem "Vater" die Genugtuung darüber, sich an ihm gerächt zu haben. Kurz zuvor hat Constanze sich geweigert, als Witwe des Santiny dem Präsidenten die Verwaltung des ihr zugefallen Erbes zu übertragen. Der Präsident lebt noch, ist, nach eigener Einschätzung, jedoch ein toter Mann.

Inhaltsangabe Langfassung:
Hauptmann Werning erwartet ungeduldig, aus der Haft der geheimnisvollen Brüder, die ihm das Leben gerettet haben, freizukommen. Eines Nachts erscheint ein Unbekannter mit Maske und erteilt ihm den Auftrag, für den "Bund" geheime Papiere aus dem Haus des Präsidenten zu entwenden. Der Hauptmann schwört freudig, weil rachedurstig, auch bei Gefahr für sein Leben den Auftrag auszuführen. Ein Unbekannter begleitet ihn bis vor die Hauptstadt. Dort trifft er wie geplant Ralph Hagel. In der nächsten Nacht verschafft er sich mit seinem Schlüssel Zugang in seinem "Elternhaus". Er findet die geheimen Papiere in einem Seitenfach des Präsidentenschreibtisches. Er hört ein Geräusch. Geistesgegenwärtig öffnet er ein Fenster und wirft die Papiere dem draußen wartenden und alarmierten Ralph Hagel zu. Dann steht der Präsident hinter ihm und sticht ihn nieder. Sterbend erklärt er dem Präsidenten seine Genugtuung darüber, dass er sich an seinem "Vater" dafür rächen konnte, dass der ihn nur als Werkzeug für seine bösen Taten benutzt habe. Kurz zuvor hatte der Präsident im Guten und im Bösen seine Tochter Constanze erfolglos dazu zu bewegen versucht, ihm die Verwaltung des reichen Erbes des Santiny zu übertragen. Das Band zwischen Vater sei zerrissen, als er sie an Santiny "verkauft" habe, erwidert Constanze. Der Präsident sieht sich dem Untergang preisgegeben. Er lebt noch, ist aber, nach eigener Einschätzung, ein toter Mann.


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