Robert Frankenburg: Das Käthchen von Heilbronn. Romantische Erzählung
Dresden: Druck u. Verlag von Rich. Herm. Dietrich [um 1900]

Inhaltsangabe


Seite 2815-2833
182. Kapitel: Verkauft
Bearbeitet von Dr. Elke Schulz-Hanßen

Personen:
Präsident von Werning
Constanze
Santiny        
Kammerfrau
Hochzeitsgäste

Kurzinhalt:
Der Präsident weiß nicht, wie er die Schulden bezahlen soll, die sein aufwendiges Leben mit Alina verursacht haben. Santiny erscheint bei ihm, genesen von einer Krankheit und verlangt nun endlich die Vermählung mit Constanze, die auch auf Drohungen ihres Vaters ihre Einwilligung immer noch nicht gegeben hat. Der Präsident bittet Santiny um eine große Summe Geldes und verspricht die Hochzeit in drei Tagen. Constanze ist allein und verzweifelt. Sie will sich vergiften, doch das Gift ist gestohlen. Sie fleht zum Himmel. Bei der Trauung haucht sie abwesend ein Ja. Während des Hochzeitsmahls beschuldigt sie Santiny, sie gekauft zu haben. Santiny bricht tot zusammen. Constanze dankt dem Himmel dafür, wieder frei zu sein. Der Präsident erschreckt vor der "Bestimmung", dass auch ihm ein plötzlicher Tod beschieden sein könnte.

Inhaltsangabe Langfassung:
Der Präsident hat sich wiederholt bemüht, der sich erholenden Constanze die Einwilligung zur Hochzeit mit Santiny abzuringen. Jetzt, wo Santiny wieder gesund ist, will er sie erzwingen. Er ist außerdem ratlos, wie er die großen Schulden, die durch sein verschwenderisches Leben mit Alina aufgelaufen sind, begleichen soll. Santiny erscheint bei ihm und verlangt die Vermählung. Der Präsiden sagt zu und bittet um eine nicht kleine Summe Geld. Santiny gewährt sie. Die Hochzeit soll in drei Tagen stattfinden. Der Präsident ordnet die Vorbereitungen an. Constanze ist verzweifelt, wenn sie an die Verbindung mit dem alten verhassten Mann denkt. Sie ist allein und kann sich niemandem anvertrauen. Sie betet verzweifelt. Schließlich beschließt sie, sich zu vergiften. Das Gift wurde ihr gestohlen. Teilnahmslos lässt sie sich als Braut schmücken und zur Vermählung geleiten. Die Gäste sind erschüttert bei ihrem Anblick. Sie haucht zur Erleichterung der Hochzeitsgesellschaft ein zitterndes Ja. Beim Hochzeitsmahl verspricht Santiny ihr ein schönes Leben an seiner Seite. Constanze ist angeekelt und antwortet ihm hasserfüllt, dass sie niemals glücklich werden wird und er auch nicht. Sie sei gekauft. Santiny bricht tot zusammen. Constanze flieht erleichtert in ihr Zimmer und dankt dem Himmel für ihre Freiheit. Der Präsident fürchtet im Angesicht der Leiche Santinys, dass auch ihm ein plötzlicher Tod bestimmt sein könnte.


Der Reprint des Romans (insgesamt 5 Bände mit zusammen 3.200 Druckseiten und 100 ganzseitigen, zum Teil farbige Abbildungen) ist erhältlich über den Kleist-Shop bzw. Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!beim Kleist-Archiv Sembdner.