Robert Frankenburg: Das Käthchen von Heilbronn. Romantische Erzählung
Dresden: Druck u. Verlag von Rich. Herm. Dietrich [um 1900]

Inhaltsangabe


Seite 2786-2803
180. Kapitel: In Todes-Angst
Bearbeitet von Dr. Elke Schulz-Hanßen

Personen:
Roter Zwerg
Junker Hubertus
Kunz
Franziskus
Kunigunde
Rosalinde
Ritter
Knappen
Diener

Kurzinhalt:
Der rote Zwerg verkündet Hubertus, dass der Tag gekommen sei, an dem er das Erbe seiner Väter antreten und Herr auf Thurneck sein werde. Hubertus zögert, die Einsamkeit zu verlassen. Kunz tritt hinzu und macht ihm Mut. Man werde ihn begleiten. Schließlich ist Hubertus bereit,  mit beiden zur Burg Thurneck zu reiten. Franziskus, der draußen gewartet hat, reitet ebenfalls mit. Kunigunde, tief in Ängsten befangen, erblickt die Gruppe vom Altan aus. Erst im Hof entdeckt sie, dass Hubertus vor ihr steht. Sie weist ihn ängstlich und unbarmherzig ab – er ist doch tot. Franziskus und der Zwerg erklären ihr die Rechtslage. Kunigunde bäumt sich im Angesicht ihrer Dienerschaft zu einem letzten Widerstand auf und verweist die Gruppe von "ihrer" Burg. Franziskus erklärt ihr, sie habe eine Frist von 8 Tagen, um die Burg für immer zu verlassen. Die Gruppe mit Hubertus reitet ab. Kunigunde bleibt rasend zurück. Ihre einzige Rettung ist, so schnell wie möglich den Ritter vom Strahl zu heiraten.

Inhaltsangabe Langfassung:
Der rote Zwerg verkündet dem vom Käthchen träumenden Zwerg, dass der Tag seiner Freiheit gekommen sei. Er werde das Erbe der Thurnecks antreten und Herr auf der Burg sein. Hubertus kann sich das nach Jahren der Einsamkeit kaum vorstellen. Kunz tritt hinzu, ermuntert ihn und bietet ihm seine und des Zwergs Begleitung zur Burg Thurneck an, um dort gegenüber Kunigunde seine Rechte einzufordern. Franziskus, der vor der Höhle gewartet hat, reitet auch mit. Kunigunde von Ängsten und Wahnvorstellungen geplagt, erblickt die Gruppe vom Altan aus. Erfreut über die Abwechslung eilt sie in den Hof und erkennt äußerst verunsichert und verärgert Hubertus. Er ist also nicht tot. Sie weist ihn unbarmherzig ab. Hubertus schweigt. Franziskus erklärt die Rechtslage. Falls Kunigunde nicht von der Burg weicht, werde man sie vor Gericht bringen. Als Herrin der Burg bäumt sie sich in Gegenwart ihrer Dienerschaft ein letztes Mal auf und verweist die Gruppe der Burg. Keiner rührt sich. Franziskus erklärt ihr, dass sie die Burg zu verlassen habe, und zwar endgültig in spätestens 8 Tagen. Dann reitet Hubertus, tief verstört, mit seinen Begleitern ab. Kunigunde bleibt ratlos und rasend zurück. Ihre einzige Rettung ist, so schnell wie möglich den Ritter von Strahl zu heiraten.


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