Robert Frankenburg: Das Käthchen von Heilbronn. Romantische Erzählung
Dresden: Druck u. Verlag von Rich. Herm. Dietrich [um 1900]

Inhaltsangabe


Seite 2775-2786
179. Kapitel: Was soll mir Reichthum - ohne Liebe?
Bearbeitet von Dr. Elke Schulz-Hanßen

Personen:
Franziskus
Ursula
Barnabe

Kurzinhalt:
Franziskus sucht auf seinem Weg durch den Wald in einer Höhle Schutz vor einem heftigen Gewitter. Die Höhle wird von der alten Ursula bewohnt. Sie erkennt Franziskus und erfährt von ihm, dass der Rheingraf gestorben ist. Er war der Erbe von Beatrice, weshalb sich Kunigunde mit ihm verlobt hat. Diese weiß allerdings nicht, dass Beatrice kurz vor ihrem Tod in neues Testament aufgesetzt hat, in dem verfügt wird, dass für das Erbe nach ihrem verschwundenen Kind zu suchen sei, zehn Jahre lang. Falls erfolglos, soll das Erbe dann unter den Armen des Rheingaus verteilt werden. Ursula verkündet dem Franziskus, dass die rechtmäßige Erbin von Beatrice noch am Leben ist und sie diese ihm jeden Tag zuführen kann. Den Namen verrät sie nicht. Franziskus verlässt die Höhle. Danach erscheint Barnabe, die Lebensmittel bringt. Ursula fragt sie erregt, was sie tun würde, wenn sie plötzlich reich würde. Barnabe antwortet, sie würde alles Geld dem Rossitzer geben, um Johann, den sie liebt, frei zu bekommen. Sie schwört es.

Inhaltsangabe Langfassung:
Franziskus findet auf seinem Weg durch den Wald Schutz in einer Höhle vor einem heftigen Gewitter, das ihn schon völlig durchnässt hat. Zu seinem ängstlichen Erstaunen findet er dort die ihm unbekannte Ursula, die dort haust. Sie erkennt ihn, gibt ihm trockene Kleider und fordert ihn auf, aus "der Welt" zu erzählen. Er käme doch aus dem Rheingau. Es herrsche zwar kein Krieg, aber der Rheingraf sei tot, erzählt Franziskus zögernd. Ihm hätte sich Kunigunde verbunden, als sie erfahren habe, dass er der Erbe der Prinzessin Beatrice sei. Sie wisse aber nicht, dass Beatrice kurz vor ihrem Tod ein neues Testament gemacht habe. In diesem verfüge sie, so viel wie nötig dafür aufzuwenden, nochmals nach ihrer lange verschwundenen Tochter zu suchen. Falls das vergebens sei, solle ihr Erbe nach zehn Jahren unter den Armen des Rheingaus verteilt werden. Ursula nimmt diese Mitteilung äußerst erregt zur Kenntnis. Franziskus versucht den Grund zu erfahren. Ursula teilt ihm mit, dass sie ihm die Tochter in kurzer Zeit zuführen könne, ihren Namen dürfe sie ihm aber nicht nennen. Franziskus verlässt die Höhle. Später erscheint Barnabe dort, um Lebensmittel zu bringen. Ursula befragt die Erstaunte hartnäckig, was sie tun würde, wenn sie plötzlich reich wäre. Zögernd erklärt sie, dass sie alles Geld dem Rossitzer geben würde, wenn er den geliebten Johann freigäbe. Auf Verlangen von Ursula beschwört sie diese Aussage.


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