Robert Frankenburg: Das Käthchen von Heilbronn. Romantische Erzählung
Dresden: Druck u. Verlag von Rich. Herm. Dietrich [um 1900]

Inhaltsangabe


Seite 2760-2775
178. Kapitel: In der Abtei
Bearbeitet von Dr. Elke Schulz-Hanßen

Personen:
Astrologe
Berthold
Ritter
Diener
Vornehmer Fremder
Siegwart
Beate

Kurzinhalt:
Um Mitternacht begehrt ein vornehmer Fremder mit seinen Rittern und Dienern Quartier für eine Nacht, da er einen Unfall erlitten hätte.
Der Astrologe nimmt alle freundlich auf. Nach einem Gespräch u. a. über die Feme bittet der Fremde den Astrologen, ihm die Zukunft aus den Sternen zu deuten. Im Turm verkündet der Astrologe nach langer Beobachtung des Himmels dem Fremden, dass er an einer schweren Schuld trage, die ihn unglücklich mache. Bald werde der Tag kommen, an dem er demütig seine Schuld bekennen und wieder glücklich werde. Der Fremde beherrscht sich nur mit Mühe, verbringt eine unruhige Nacht und verlässt morgens die Abtei. Abends treffen Siegwart und Beate zur Überraschung des Astrologen ein. Alle sind überzeugt, dass es Gottes Wille ist, dass sie zusammengehören. Käthchen wird gerufen und zur Pflegerin Beates bestimmt. Sie fragt nach dem Ritter vom Strahl.

Inhaltsangabe Langfassung:
Der Astrologe sitzt des Lebens müde über seinen Folianten. Er habe allerdings noch eine wichtige Sache zu erledigen, wofür er um Gottes Hilfe bittet. Ein vornehmer Fremder erscheint am Tor und bittet um Nachtquartier, da er einen Unfall erlitten habe. Er wird willkommen in die Wohnstube geführt. Astrologe und Fremder tauschen sich über Einsamkeit und Welt aus, auch über die Feme. Der Fremde lehnt sie ab, der Astrologe bewertet sie als die Stimme des Volkes und damit auch Gottes. Der Fremde bittet den Astrologen, ihm aus den Sternen die Zukunft zu deuten. Sie begeben sich in den Turm und betrachten von oben die friedliche Landschaft und den Himmel. Nach langem Nachdenken eröffnet der Astrologe dem Fremden, dass er eine schwere Schuld in sich trage, die ihn unglücklich mache. Der Tag sei aber nicht mehr fern, an dem er demütig seinen Stolz überwinden und seine Schuld bekennen werde. Dann werde er erlöst und glücklich sein. Der Fremde ist bewegt. Er verbringt eine unruhige Nacht und verlässt am nächsten Morgen mit seinem Gefolge die Abtei. Am Abend des Tages erscheinen überraschend Siegwart und Beate. Der Astrologe begrüßt sie glücklich. Es ist Gottes Wille, dass beide zusammen gehören. Käthchen wird zur Pflegerin der geschwächten Beate bestellt. Sie fragt nach dem Ritter vom Strahl.


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