Robert Frankenburg: Das Käthchen von Heilbronn. Romantische Erzählung
Dresden: Druck u. Verlag von Rich. Herm. Dietrich [um 1900]

Inhaltsangabe


Seite 2750-2760
177. Kapitel: Drohende Wolken sich ballen
Bearbeitet von Dr. Elke Schulz-Hanßen

Personen:
Kunigunde
Rosalinde
Roter Zwerg

Kurzinhalt:
Kunigunde ist unruhig seit dem plötzlichen Besuch von Hans. Was ist aus ihm geworden? Grüße von der Strahlburg können sie nicht aufheitern. Sie reitet aus, um ihre qualvollen Gedanken zu verscheuchen. Der Rote Zwerg tritt ihr in den Weg. Sie befiehlt ihm, Platz zu machen, lenkt aber ein, als der Zwerg ihr eine Neuigkeit ankündigt: Hans ist tot. Ich habe Frieden, murmelt sie. Der Zwerg aber erinnert sie daran, dass sie an Hans' Tod schuld sei. Außerdem sei sie daran schuld, dass er sein Leben als Zwerg erdulden muss. Sie habe ihn einst als ihren Spielgefährten bei ihrem Vater verleumdet, so dass er halb tot geprügelt und später von der Treppe gestoßen worden sei. Die nun nahe Rache für diese Untat  habe ihm verzweifelten Lebensmut gegeben. Hat Hans sie verraten? Kunigunde reitet heim. Der Zwerg geht zu Hubertus.

Inhaltsangabe Langfassung:
Kunigunde ist seit dem plötzlichen Besuch von Hans unruhig. Was ist aus ihm geworden? Rosalinde leidet unter der finsteren Herrin. Auch Grüße von der Strahlburg vermögen sie nicht aufzuheitern. Sie reitet aus, um die qualvollen Gedanken zu verscheuchen. Als sie durch den Wald sprengt, stellt sich ihr der Rote Zwerg in den Weg. Sie gebietet ihm herrisch, den Weg freizugeben. Er weicht nicht, er habe eine Neuigkeit für sie. Sie ist neugierig. Hans wurde gefangen, von der Feme zum Tode verurteilt und vor der Vollstreckung des Urteils tot aufgefunden, berichtet der Zwerg triumphierend. Vielleicht habe ich jetzt Ruhe, murmelt Kunigunde. Das glaube er nicht, meint der Zwerg. Sie sei doch an Hans' Tod schuld. Außerdem erinnere sie sich sicher daran, dass er in ihren Kinderjahren als illegitimer Sohn ihres gemeinsamen Vaters ihr Spielgefährte gewesen sei. Sie habe ihn grundlos beim Vater verleumdet. Er sei darauf unter ihren Anfeuerungen halb tot geprügelt und später die Treppe hinuntergestoßen worden. Unversorgt habe er trotzdem überlebt und sein Schicksal als verkrüppelter Zwerg gelebt in der Hoffnung, einst Rache zu üben. Auch jetzt habe sie nur Spott für ihn. Ihre Zeit sei gekommen, das Netz gesponnen, aus dem sie nicht entkommen könne. Kunigunde reitet heim und fängt an, sich zu fürchten. Sollte Hans sie verraten haben? Der Zwerg eilt zu Hubertus, um die Rache ins Werk zusetzen.


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