Robert Frankenburg: Das Käthchen von Heilbronn. Romantische Erzählung
Dresden: Druck u. Verlag von Rich. Herm. Dietrich [um 1900]

Inhaltsangabe


Seite 2452-2475
158. Kapitel: Aus Liebe gefehlt
Bearbeitet von Dr. Elke Schulz-Hanßen

Personen:
Barbara
Meister Steinert
Gottfried
Ernst
Grethe
Friedeborn

Kurzinhalt:
Meister Steinert und Barbara sind genesen. Ernst aus Heilbronn sucht und findet Arbeit in der Schmiede. Barbara ist beunruhigt wegen der unglücklichen Liebe von Gottfried. Sie horcht Ernst aus. Als sie erfährt, dass Grethe lebt, nötigt sie Ernst gegen einen Beutel Gold das Versprechen ab, Gottfried nichts von Grethe zu erzählen. Er hält sein Wort. Barbara bittet ihren Vater, mit Gottfried einen möglichst nahen Hochzeitstermin festzulegen, in vier Wochen. Barbara will vorher klären, wie es um Grethe steht. Sie bittet Vater und Bräutigam um Erlaubnis, nach Aachen zu reisen, um ihre Cousinen einzuladen. Erstaunt willigen die beiden ein. Barbara reist aber nach Heilbronn als Tochter eines alten in Köln ansässigen Freundes von  Friedeborn. Friedeborn nimmt erfreut die überbrachten Grüße entgegen. In einem Gespräch mit Grethe entlockt Barbara Grethe das Geständnis, dass diese immer noch in Liebe auf Gottfried wartet. Barbara lügt ihr vor, man habe einstmals in Köln einen jungen Selbstmörder aus dem Rhein gezogen, der sich aus Liebeskummer ertränkt habe. Es war Gottfried. Grethe ist verzweifelt. Barbara reist mit schlechtem Gewissen ab.

Inhaltsangabe Langfassung:

In Schmiede und Haus von Meister Steinert ist das Leben zurückgekehrt, nachdem Barbara und der Meister genesen sind. Barbara ist glücklich über die Verlobung mit Gottfried. Gottfried gibt sich Mühe, nett zu sein. Da erscheint Ernst aus Heilbronn, bittet um Arbeit und erhält sie. Barbara ist beunruhigt wegen Gottfrieds Heilbronner Vergangenheit. Sie horcht Ernst aus und erfährt, dass Grethe lebt. Sie bangt um ihre Heirat mit Gottfried und nötigt Ernst gegen einen Beutel mit Gold den Schwur ab, Gottfried nichts von Grethe zu erzählen. Ernst hält sich erstaunt an die Verabredung und weicht den Fragen von Gottfried aus. Barbara bittet ihren Vater, mit Gottfried den Heiratstermin für bald festzulegen, in vier Wochen. Beide sind überrascht von Barbaras Wunsch, gewähren ihn jedoch. Nun beschließt Barbara, sich vor der Heirat Klarheit über Grethe zu verschaffen, und schmiedet folgenden Plan: Sie wird als Tochter eines alten Kölner Freundes von Friedeborn nach Heilbronn reisen und sich selbst den Reisewagen bestellen. Vater und Bräutigam bittet sie um eine Reise nach Aachen, um Cousinen zu der Hochzeit einzuladen. Beide stimmen auch diesem Wunsch etwas beunruhigt zu. Friedeborn nimmt in Heilbronn die Grüße des Freundes hocherfreut entgegen und lädt Barbara ein, ein paar Tage zu bleiben. Sie nutzt den ersten Abend zu einem Gespräch mit Grethe und entlockt ihr das Geständnis, dass diese immer noch in Liebe auf Gottfried wartet. Barbara sieht ihre Hochzeit mit Gottfried gefährdet und tischt Grethe die Lüge auf, dass seinerzeit in Köln ein junger Selbstmörder aus dem Rhein gefischt wurde: Gottfried, der sich aus Liebeskummer ertränkt hat. Grethe  schätzt die Information, stürzt aber auch in Verzweiflung. Schon am nächsten Morgen reist Barbara mit schlechtem Gewissen, aber auch erleichtert ab.


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