Robert Frankenburg: Das Käthchen von Heilbronn. Romantische Erzählung
Dresden: Druck u. Verlag von Rich. Herm. Dietrich [um 1900]

Inhaltsangabe


Seite 2404-2421
155. Kapitel: Vereitelt
Bearbeitet von Dr. Elke Schulz-Hanßen

Personen:
Prinzessin Beate
Kammerfrauen
Fürstin Adelgunde
Konstanze
Junker Walther von Brandow
Diener
unbekannte Reiter

Kurzinhalt:
Beate wartet unruhig auf die Rückkehr von von Brandow. Nach einem kurzen Besuch von Adelgunde beschließt sie, selbst einen Abschiedsbesuch bei der kranken Konstanze zu machen. In dem Gespräch dort macht sie Konstanze Mut, nicht zu verzagen und nach einem Ausweg zu suchen, der sich mit Gottvertrauen immer ergeben kann. Das Gespräch wird von ihrer Kammerfrau belauscht. Zurück in ihrem Zimmer erscheint von Brandow. Er hat die Genehmigung zur Aufnahme ins Kloster erwirkt und die Flucht vorbereitet, die um 11 Uhr nachts an der Seitenpforte des Parks beginnen soll. Beate verhüllt sich dunkel, betet und schleicht sich pünktlich und unbemerkt aus dem Schloss. Sie besteigen die Pferde. Nach kurzer Wegstrecke stellt sich ihnen eine Gruppe Reiter in den Weg und verlangt von Beate, sich zu erkennen zu geben. Von Brandow, der sie verteidigen will, wird schwer verletzt. Beate gibt sich nach anfänglichem  Zögern hoheitsvoll als Prinzessin zu erkennen und will fliehen. Sie wird aufgehalten und in eine Richtung, die nicht zum Schloss führt, abgeführt.

Inhaltsangabe Langfassung:

Beate wartet ängstlich und unruhig auf die Rückkehr von von Brandow. Adelgunde erscheint zu einem kurzen Besuch, weil Beate sich von allen Veranstaltungen des Hofes zurückgezogen hat. Danach beschließt Beate, einen  - unausgesprochenen - Abschiedsbesuch bei der von ihr geliebten Konstanze zu machen. Konstanze ist elend wie sie. Beate ermuntert Konstanze, nicht zu verzagen, sondern mit Gottes Hilfe auf einen Ausweg zu hoffen. Eine Kammerfrau belauscht das Gespräch. Zurück in ihrem Zimmer wird von Brandow gemeldet. Er hat die Aufnahme ins Kloster und die Flucht vorbereitet. Diese soll um 11 Uhr nachts an der Seitenpforte des Park beginnen. Beate dankt dem dienstbereiten von Brandow und ist ebenso erleichtert wie ängstlich entschlossen, die Flucht anzutreten. Sie versucht, sich im Gebet Kraft zu holen, verhüllt sich in dunkler Kleidung und schleicht sich pünktlich unbemerkt aus dem Schloss. An der Seitenpforte erwartet sie von Brandow mit den Pferden. Sie reiten zuversichtlich los. Nach kurzer Wegstrecke stellt sich ihnen eine Gruppe von Reitern in den Weg, die die Identität von Beate wissen will. Von Brandow will Beate verteidigen und fällt verletzt vom Pferd. Beate gibt sich hoheitsvoll und mutig zu erkennen. Die Reiter kennen sie ihrerseits nicht. Beate gibt ihrem Pferd die Sporen. Die Reiter fallen ihr in die Zügel und entführen sie in eine Richtung, die nicht zum Schloss führt.


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