Robert Frankenburg: Das Käthchen von Heilbronn. Romantische Erzählung
Dresden: Druck u. Verlag von Rich. Herm. Dietrich [um 1900]

Inhaltsangabe


Seite 2391-2404
154. Kapitel: In der Stunde der Gefahr
Bearbeitet von Dr. Elke Schulz-Hanßen

Personen:
Junker Johann
Barnabe
Knappe

Kurzinhalt:
Junker Johann sammelt Söldner für den Kampf gegen Ottokar. Am sechsten Tag kommt er zurück. Barnabe hofft vergeblich, dass er an ihre Tür klopft.  Nach dem gemeinsamen Abendessen reicht er ihr die Hand zum Abschied vor den morgendlichen frühen Aufbruch. Barnabe ergreift – abwesend - die Hand nicht. Johann hat eine schlaflose Nacht. Barnabe träumt, dass Johann im Kampf fallen wird. Morgens erscheint sie im Gemach des Junkers und bittet ihn auf Knien, nicht in den Kampf zu ziehen. Johann meint, sie liebe Ottokar und fürchte um dessen Leben. Er verspricht ihr, ihn zu verschonen. Sie gesteht ihm, dass sie fürchte, ihn, den sie liebe, im Kampf zu verlieren. Johann begreift. Er umarmt und küsst Barnabe. Dann zieht er - schweren Herzens - in den Kampf.

Inhaltsangabe Langfassung:
Nachdem Barnabe den Junker den ganzen Tag nicht gesehen hat, bricht er auf, um Söldner für den Kampf gegen Ottokar zu werben, und kehrt erst am sechsten Tag zurück. Barnabe, die den Junker trotz seines groben Verhaltens liebt, hofft vergeblich, dass er an ihre Tür klopft. Beim gemeinsamen Abendessen bleibt sie wie immer stumm und ergreift auch nicht die Hand, die der Junker ihr zum Abschied vor dem morgigen Kampf reicht. Johann wundert sich und verbringt wegen des bevorstehenden Kampfes eine schlaflose Nacht. Barnabe träumt, dass Johann im Kampf getötet wird. Sie wird von übermächtiger Angst um den geliebten Junker überfallen. Am Morgen erscheint sie zu dessen großer Verwunderung in Johanns Gemach. Sie wirft sich ihm zu Füssen und fleht ihn an, nicht in den Kampf gegen Ottokar zu ziehen. Johann meint, sie bange um Ottokar. Er verspricht ihr höhnisch, dass er ihn verschonen werde und ihr mit ihm ein gemeinsames Nest in dem Verließ bereiten werde, in dem auch sein Graf Ruprecht gefangen war. Barnabe hört nicht auf zu flehen. Sie bricht mit großer Kraftanstrengung ihr langes Schweigen und gesteht Johann, dass ihre Angst ihm gelte, den sie liebe, seitdem er sie von ihrer Mutter, der Hexe Ursula, zu sich genommen habe. Der Junker staunt und ist berührt. Er umarmt Barnabe und küsst sie. Glücklich und schweren Herzens wegen des Abschieds von Barnabe zieht er in den Kampf am Kreuzweg mit Ottokar.


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