Robert Frankenburg: Das Käthchen von Heilbronn. Romantische Erzählung
Dresden: Druck u. Verlag von Rich. Herm. Dietrich [um 1900]

Inhaltsangabe


Seite 2326-2345
150. Kapitel: Verrechnet
Bearbeitet von Dr. Elke Schulz-Hanßen

Personen:
Kunigunde von Thurneck
Franziskus, Schriftgelehrter
Rosalinde
Ritter Griesberg
Ritter, durchreisend
3 Gerichtsvertreter
Junker Hans

Kurzinhalt:
Kunigunde erfährt von Franziskus, dass das Gericht in Kürze von ihr das Erbe der Beatrice zurückfordern wird. Drei Herren erscheinen. Kunigunde weist die Rückforderung zurück. Ein Gerichtsvertreter droht ihr mit dem ihm bekannten Wissen des Franziskus. Kunigunde will den Dingen ihren Lauf lassen. Einen um Rast auf der Burg bittenden Ritter horcht sie über die Strahlburg aus. Er berichtet, dass die Gräfin todkrank sei und Käthchen sie pflege. Kunigunde schickt den ihr treu ergebenen Ritter Griesberg aus, Genaueres zu erfahren. Er bestätigt die Krankheit der Gräfin und hat auch das Käthchen gesehen. Kunigunde beschließt, sich an Hans zu rächen, der Käthchen nicht umgebracht hat.

Inhaltsangabe Langfassung:
Franziskus teilt Kunigunde mit, dass in Kürze das Gericht, das Erbe der Beatrice, das sie ungerechtfertigt an sich gebracht hat, zurückfordern wird. Es bedeutet für ihn einen Triumph, ihr das mitzuteilen, weil sie einstmals seinen Vater ungerechtfertigt um Haus und Hof gebracht und in einen frühen Tod getrieben hat. Kunigunde ist erbost und tief beunruhigt, will aber dennoch den Dingen ihren Lauf lassen. Drei Vertreter des Gerichts erscheinen und verlangen die Herausgabe des Erbes der Beatrice. Kunigunde bezweifelt die Echtheit des vorliegenden Testaments. Die Herren zitieren daraus den Willen der Beatrice, das Erbe solange zehn Jahre unangetastet zu lassen und nach der Leiche ihrer vor Jahren verstorbenen Tochter zu suchen. Sie drohen mit dem Wissen des Franziskus. Kunigunde fühlt sich in die Enge getrieben, will aber nicht nachgeben. Einen unbekannten Ritter, der um Rast auf ihrer Burg bittet, horcht sie über die Strahlburg aus. Er berichtet, dass die Gräfin todkrank sei und Käthchen sie pflege. Kunigunde ist äußerst beunruhigt und schickt den ihr sehr ergebenen Ritter Griesberg als Kundschafter zur Strahlburg. Er bestätigt die Krankheit der Gräfin. Käthchen habe er gesehen. Kunigunde sieht sich sowohl um Beatrice Erbe gebracht, als auch um die Gunst der Strahlburgbewohner. Das soll Hans büßen. Er hat Käthchen, anders als berichtet, nicht vergiftet.


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