Robert Frankenburg: Das Käthchen von Heilbronn. Romantische Erzählung
Dresden: Druck u. Verlag von Rich. Herm. Dietrich [um 1900]

Inhaltsangabe


Seite 2296-2312
148. Kapitel: Drückende Fesseln
Bearbeitet von Dr. Elke Schulz-Hanßen

Personen:
Reichsgraf Roland
Walther von Brandow
Diener
Helena
Prinzessin Beate
Erbprinz

Kurzinhalt:
Roland und Walther von Brandow reiten durch den Wald. Ihnen kommt eine Reiterin entgegen. Als sie die beiden Reiter erkennt, entgleiten ihr die Zügel und ihr Pferd geht durch. Roland eilt zu Hilfe, ergreift die Zügel und bringt das Pferd zum Stehen. Er birgt die vom Sattel gerutschte Reiterin und erkennt in ihr Helena. Auch sie erkennt Roland, hält aber die Verstellung aufrecht. Sie besteigt wieder ihr Pferd und reitet davon. Auch die Freunde reiten heim. Inzwischen hat Beate nach Walter geschickt. Bevor sie ihn trifft, versucht sie im Park ihre schweren Sorgen wegen der bevorstehenden Hochzeit mit dem Erbprinzen zu bekämpfen. Der Erbprinz taucht unvermutet auf und weist sie höhnisch daraufhin, wie begierig er auf den nahen Tag wartet, an dem sie "die Seine" wird. Beate macht ihn mit verzweifeltem Mut darauf aufmerksam, dass er auf ihre Liebe nicht hoffen könne und er sie freilassen möge, um nicht beide unglücklich zu machen. Der Erbprinz lehnt höhnisch ab. Darauf bittet sie Walter von Brandow, ihr zu unverzüglich zur Flucht in das Kloster der heiligen Maria zu verhelfen. Er ist gern dazu bereit.

Inhaltsangabe Langfassung:
Die Freunde Roland und Walther von Brandow reiten schwermütig durch den Wald. Sie bedauern beide das Schicksal von Beate. Ihnen kommt eine Reiterin entgegen. Als sie die Reiter erkennt, entgleiten ihr die Zügel. Das Pferd geht durch. Roland gelingt es, die Zügel zu fassen und nach etlichen Metern das Pferd zum Stehen zu bringen. Die Reiterin ist vom Sattel gerutscht und hat sich mit letzter Kraft an der Mähne festgehalten. Roland birgt die Reiterin und erkennt in ihr überglücklich Helena. Als Helena zu sich kommt, erkennt auch sie Roland, hält aber nach innerem Kampf die Verstellung aufrecht. Sie besteigt wieder ihr Pferd und reitet davon. Roland bleibt unglücklich und verwirrt zurück. Daheim angekommen erfährt Walther, dass Beate ihn sprechen möchte. Sie sucht zuvor im Park verzweifelt, ihren Kummer über die bevorstehende Heirat mit dem verhassten Erbprinzen zu bezwingen. Da steht der Erbprinz plötzlich angetrunken vor ihr und bekundet ihr höhnisch, wie begierig er auf den nahen Tag wartet, an dem sie endlich "die Seine" wird, und lässt  sich sogar zu einem Handkuss hinreißen. Beate reagiert angewidert und hasserfüllt mit Ablehnung. Mit verzweifeltem Mut eröffnet sie ihm, dass sie ihr Herz an einen anderen verschenkt habe und er niemals ihre Liebe erhalten würde. Deswegen möge er von ihr ablassen, um nicht auch selbst unglücklich zu werden. Der Erbprinz beharrt höhnisch auf der Heirat. Beate bittet Walther, ihr unverzüglich zur Flucht ins Kloster der heiligen Maria zu verhelfen. Gern ist er zur Hilfe bereit. Unter höchster Geheimhaltung beginnt er unverzüglich zusammen mit Reichsgraf Spangenheim die drei Tage währende Flucht vorzubereiten.


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