Robert Frankenburg: Das Käthchen von Heilbronn. Romantische Erzählung
Dresden: Druck u. Verlag von Rich. Herm. Dietrich [um 1900]

Inhaltsangabe


Seite 2285-2295
147. Kapitel: Unrecht Gut gedeihet nicht
Bearbeitet von Dr. Elke Schulz-Hanßen

Personen:
Kunigunde von Thurneck
Rosalinde, Kammerfrau
Junker Hans, alias Händler
Diener
Franziskus, Schriftgelehrter

Kurzinhalt:
Junker Hans verschafft sich als Händler verkleidet Eingang auf der Burg Thurneck. Kunigunde erkennt ihn. Er berichtet ihr, dass er Käthchen vergiftet habe. Kunigunde triumphiert, ist aber verärgert darüber, dass Käthchen den Grafen von Strahl gepflegt und das Vertrauen der Gräfin vom Strahl erworben hat. Dennoch hofft sie nun auf das Wiederaufleben ihrer Verlobung mit dem Grafen vom Strahl. Kunigunde empfiehlt Hans, sich auszuruhen. Später will sie ihm das versprochene Geld geben. Erleichtert und verärgert zugleich begibt sie sich in ihre Gemächer. Da wird ihr der Schriftgelehrte Franziskus gemeldet. Er eröffnet Kunigunde, dass das Testament der Gräfin Beatrice, dass sie einst zu sehen begehrte und verbrannte, eine Kopie war. Er habe das Original in Vermutung der bösen Absicht von Kunigunde zurückgehalten und es an maßgeblicher Stelle abgegeben. Es ist inzwischen eröffnet und verlesen. In den nächsten Tagen wird Kunigunde aufgefordert, das fälschlich an sich gebrachte Erbe herauszugeben.

Inhaltsangabe Langfassung:
Im Begriff auszureiten wird Kunigunde ein Händler gemeldet. Er wird abgewiesen, verschafft sich aber Zugang zum Burghof und trifft dort auf Kunigunde. Sie zweifelt an seiner Identität. In der Burg gibt sich der Händler als Junker Hans zu erkennen. Er meldet, Käthchen vergiftet zu haben. Kunigunde triumphiert. Sie ärgert sich aber darüber, dass Käthchen den Ritter vom Strahl in der Jagdhütte gepflegt hat und auch die Zuneigung der strengen Gräfin vom Strahl erworben hat. Dennoch hofft sie auf ein Wiederaufleben ihrer Verlobung mit Friedrich. Hans empfiehlt sie eine Ruhepause und dann sein Geld zu bekommen.Sie begibt sich selbst – anstatt auszureiten - stark erregt von widersprüchlichen Gefühlen in ihre Gemächer. Da meldet Rosalinde die Ankunft des Schriftgelehrten Franziskus. Er meldet ihr mit Genugtuung in der Stimme, dass sie in den nächsten Tagen eine Aufforderung erhalten werde, das Erbe der Gräfin Beatrice, das sie unrechtmäßig an sich gebrachte habe, herauszugeben. Das Testament sei eröffnet. Er habe es wie zugesichert und in Erwartung ihrer bösen Absicht an der richtigen Stelle abgegeben. Das Testament, das sie einst begehrte einzusehen und verbrannte sei eine Kopie gewesen. Kunigunde fühlt sich betrogen und ist außer sich tobt lautstark.


Der Reprint des Romans (insgesamt 5 Bände mit zusammen 3.200 Druckseiten und 100 ganzseitigen, zum Teil farbige Abbildungen) ist erhältlich über den Kleist-Shop bzw. Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!beim Kleist-Archiv Sembdner.