Robert Frankenburg: Das Käthchen von Heilbronn. Romantische Erzählung
Dresden: Druck u. Verlag von Rich. Herm. Dietrich [um 1900]

Inhaltsangabe


Seite 2272-2285
146. Kapitel: Vergebliches Kämpfen
Bearbeitet von Dr. Elke Schulz-Hanßen

Personen:
Muhme Anne
Grethe
Meister Friedeborn

Kurzinhalt:
Meister Friedeborn begibt sich zum Haus der Muhme Anne. Er trifft dort nur auf Grethe. Grethe hat keinen Willkommensgruß für ihn. Friedeborn bittet sie, wieder in sein Haus zurückzukehren, ohne sich für sein früheres Verhalten zu entschuldigen. Grethe lehnt ab. Friedeborn verlässt wortlos das Haus. Muhme  Anne kommt nach Hause. Grethe erzählt ihr, was vorgefallen ist. Anne verlässt wortlos den Raum. Grethe geht ihr nach. Da erzählt Anne ihr, wie bitter sie es bereut, einst einen Heiratsantrag abgelehnt zu haben, weil sie meinte, ihre kranken Eltern und ihre jüngere Schwester Friederike, die Mutter von Grethe, nicht allein lassen zu dürfen. So ist sie immer allein geblieben.

Inhaltsangabe Langfassung:
Gebeugt von Einsamkeit entschließt sich Meister Friedeborn schweren Herzens, Grethe um Rückkehr in sein Haus zu bitten. Er begibt sich zum Haus der Muhme Anne und trifft dort Grethe allein an. Diese hat keinen Willkommensgruß für ihn. Er bittet sie, in sein Haus zurückzukehren, weil er so einsam sei. Grethe lehnt das Anerbieten ab. Sie vermisst eine Entschuldigung für sein früheres Verhalten und meint, er könne in ihrer Muhme Haus nicht so über sie gebieten wie in seinem eigenen Haus. Friedeborn verlässt wortlos das Haus. Als Muhme Anne zurückkommt, berichtet ihr Grethe von dem Besuch Friedeborns, von dem Gespräch mit ihm und von ihrer Entscheidung, nicht zu ihm zurückzukehren. Die Muhme verlässt verständnis- und wortlos den Raum. Grethe befürchtet, dass die Muhme ihr übelnimmt, dass sie nun weiter bei ihr wohnen und von ihr unterhalten werden muss. Sie geht Anne nach in die Küche. Dort erzählt die Muhme ihr, dass sie einst ein Heiratsangebot zurückgewiesen habe, um weiter für ihre kranken Eltern und ihre jüngere Schwester Friederike, die Mutter von Grethe, sorgen zu können. Auch als Richard ihr immer wieder vorschlug, mit ihrer Familie zu ihm und seiner Familie zu ziehen, blieb sie ablehnend. Sie wolle ihrer Familie nicht zumuten, das eigene Haus zu verkaufen. Auch fürchtete Sie, dass Sorgen ins gemeinsame Haus einzögen. Sie schieden im Groll. Richard heiratete ein andere. Kurz darauf starben ihre Eltern. Sie blieb ein Leben lang allein. War  es richtig, Richard abzuweisen, seufzte sie.


Der Reprint des Romans (insgesamt 5 Bände mit zusammen 3.200 Druckseiten und 100 ganzseitigen, zum Teil farbige Abbildungen) ist erhältlich über den Kleist-Shop bzw. Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!beim Kleist-Archiv Sembdner.