Robert Frankenburg: Das Käthchen von Heilbronn. Romantische Erzählung
Dresden: Druck u. Verlag von Rich. Herm. Dietrich [um 1900]

Inhaltsangabe


Seite 2212-2225
142. Kapitel: Der fremde Händler
Bearbeitet von Dr. Elke Schulz-Hanßen

Personen:
Junker Hans
Gräfin vom Strahl
Ritter Flammberg
Käthchen
Friedrich vom Strahl

Kurzinhalt:
Junker Hans liegt in der Nähe der Jagdhütte, in der sich Käthchen und Ritter vom Strahl aufhalten,  auf der Lauer. Er sinnt auf eine List, in die Hütte zu gelangen, um Käthchen zu töten. Im Morgengrauen entdeckt Käthchen ihn, als Händler verkleidet, scheinbar erschöpft im Schnee liegen. Sie bringt ihn in die Hütte. Er belauscht das Gespräch von Käthchen und Friedrich und erfährt, dass die Gräfin Käthchen einen Krug Wein gebracht, um sie wieder zu Kräften zu bringen. Aus dem Krug trinkt es jeden Abend. Hans beschließt den Wein in einem unbeobachteten Augenblick zu vergiften, was ihm gelingt. Am Abend erwartet er von seinem Lager aus, dass Käthchen aus dem Krug trinkt. Er malt sich Käthchens qualvollen Tod aus und gerät dabei so in Panik, dass er heimlich die Hütte verlässt.

Inhaltsangabe Langfassung:
Käthchen pflegt in der Jagdhütte den immer noch bettlägerigen Grafen hingebungsvoll. Junker Hans hält sich nahe der Hütte auf und sinnt auf eine List, wie er in die Hütte gelangen könnte, um Käthchen zu töten. Käthchen findet ihn im Morgengrauen erschöpft im Schnee liegend, als Händler verkleidet. Mitleidig bringt sie ihn in die Küche und weist ihm dann mit Zustimmung des Grafen ein Lager zu. Käthchen macht sich Sorgen um ihren Vater in Heilbronn. Der Graf kann sich ein zukünftiges Leben ohne das Käthchen nicht mehr vorstellen, weiß aber, dass seine Mutter einer Heirat niemals zustimmen wird. Immerhin hat sie das Käthchen lieb gewonnen und ihm einen Krug Wein zu Stärkung gebracht. Das erfährt Hans, der das Käthchen ebenfalls liebt und es dem Grafen nicht gönnt, als er ein Gespräch belauscht. Er beschließt den Wein in dem Krug, aus dem Käthchen jeden Abend trinkt, zu vergiften. Das gelingt ihm teilweise. In der Eile verschüttet er einen Teil des Gifts. Dann wartet er auf seinem Lager auf Käthchens qualvollen Tod. Diese Geschehen malt er sich in Gedanken so grauenhaft aus, dass er in Panik gerät. Ohne zu warten bis Käthchen von dem vergifteten Wein trinkt, flüchtet er unbemerkt aus der Hütte.


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