Robert Frankenburg: Das Käthchen von Heilbronn. Romantische Erzählung
Dresden: Druck u. Verlag von Rich. Herm. Dietrich [um 1900]

Inhaltsangabe


Seite 2164-2187
139. Kapitel: Trübe Heimkehr
Bearbeitet von Dr. Elke Schulz-Hanßen

Personen:
Rosselenker
zwei Begleiter aus Warwand
Graf Rupert von Rossitz
Bauer
Bäuerin
Bauernsohn
Ursula
Ottokar von Rossitz
unbekannter Greis

Kurzinhalt:
Die drei Bediensteten von Warwand, die auf Geheiß von Gertrud den kranken und schlafenden Rupert von Rossitz zu Junker Johann bringen sollen, machen abends Rast in einem Gasthaus. Während sie zechen und schlafen, erwacht Rupert und flieht. Die Warwander suchen morgens vergeblich nach ihm. Rupert wandert zunehmend erschöpft durch die kalte Winterlandschaft und findet morgens unerkannt Stärkung in einer Hütte.  Nach zwei Tagen  erreicht er seine zerstörte Burg. Erschöpft sucht er Unterkunft  in den Hütten seiner Bauern, die ihm, dem brutalen verhassten Herrn, verweigert wird. Auf dem Weg zurück in den Wald begegnet ihm Ursula und verhöhnt ihn. Er sinkt kraftlos in den Schnee. Ottokar ist ebenfalls auf dem Weg zu seiner elterlichen Burg und findet sie zerstört. Ihm erscheint dort ein unbekannter Greis, den der vom Begräbnis seines Bruders kennt, und prophezeit ihm, dass er die Missetaten seines Vaters sühnen müsste. Auf dem Weg ins Dorf trifft er auf den erstarrten Rupert, seinen Vater,  und schleppt ihn ins Dorf. Ihm, dem freundlichen Rossitzer, und deswegen auch seinem Vater wird Obdach gewährt.

Inhaltsangabe Langfassung:
Den aus der Burg Warwand verschleppten Rupert von Rossitz im Wagen, beschließen der Rosselenker und seine Helfer wegen des dichten Schneetreibens auf dem Weg zu Junker Johann abends in einem Gasthaus eine Rast einzulegen. Sie füttern die erschöpften Pferde, zechen und schlafen ein. Rupert erwacht in der Nacht, erkennt seine Lage und flieht in den Wald. Morgens suchen die Warwander vergeblich nach ihm und kehren Strafe erwartend nach Warwand zu rück. Rupert erbittet seinen Stolz überwindend unerkannt Stärkung in einer Hütte. Nach zwei Tagen erreicht er seine zerstörte Burg. Wo sind seine Reisige geblieben? Hat ein freundlicherer Herr sie in Dienst genommen?  Aber seine Bauern im Dorf sind noch da. Sie mussten ihm zu Dienst sein, obwohl er sie schlecht behandelt hat. Er klopft erschöpft an die Tür einer Hütte. Der Bauer erkennt ihn, verweigert ihm fluchend den Eintritt und schickt seinen Sohn mit dieser Botschaft zu den Nachbarn. Rupert kehrt verbittert zurück in den Wald. Da begegnet ihm die alte Ursula. Sie wirft ihm seine Schandtaten vor und verhöhnt  ihn ob seiner Lage. Er sei jetzt mit ihr auf einer Stufe. Rupert sinkt kraftlos zu Boden. Schneeflocken beginnen ihn zu bedecken. Ottokar hat sich ebenfalls aufgemacht zu Rossitzer Burg. Er steht erschüttert vor den Trümmern. Seine Zukunft ist vernichtet. Ihm erscheint ein weißbärtiger Greis, den er von dem Begräbnis seines Bruders kennt, und prophezeit ihm, dass er die Missetaten seines Vaters sühnen müsse. Auf dem Weg ins Dorf entdeckt er seinen unter Schnee erstarrten Vater. Mit großer Mühe trägt er ihn ins Dorf. Ein Bauer gewährt ihm, dem freundlichen Rossitzer, und deswegen auch seinem Vater Obdach. Ottokar betet um Erbarmen für seinen Vater.


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