Robert Frankenburg: Das Käthchen von Heilbronn. Romantische Erzählung
Dresden: Druck u. Verlag von Rich. Herm. Dietrich [um 1900]

Inhaltsangabe


Seite 2144-2163
138. Kapitel: Sehnsucht
Bearbeitet von Dr. Elke Schulz-Hanßen

Personen:
Frau Wienhart
Hubert Wienhart
Grethe
Muhme Anne
Friedeborn
Marianne

Kurzinhalt:
Grethe, schwer erkrankt, findet auf ihrer Wanderung schließlich bei der armen Frau Wienhart und ihrem kleinen Sohn Obdach. Mit ihren bescheidenen Mitteln und der Hilfe des Arztes versucht sie Grethe wieder zu Kräften kommen zu lassen, was kaum gelingt. Da erscheint Muhme Anne und hilft Grethe ebenfalls mit Nahrung und Pflege. Als sie reisefähig ist, nimmt sie sie mit zurück nach Heilbronn und erfreut sich nun ihrerseits an Grethe Hilfe. Marianne unterstützt, mit wortloser Duldung von Friedeborn, Anne und Grethe mit Lebensmitteln. Grethe bleibt traurig und still.
Meister Friedeborn, von Einsamkeit und schlechtem Gewissen geplagt, macht sich schließlich auf zum Haus von Muhme Anne. Grethe öffnet die Tür. Beide stehen sich wortlos gegenüber.

Inhaltsangabe Langfassung:
Geschwächt von Winterkälte und Nahrungsmangel klopft Grethe auf ihrer planlosen Wanderung bei Frau Wienhart an, die sie kaum wiedererkennt und sie doch mitleidig aufnimmt. Unter Aufwendung des wenigen ihrer materiellen Güter pflegt sie die bettlägerige Grethe. Auch ein barmherziger Arzt hilft mit Medikamenten. Dennoch erholt sich Grethe kaum. Sie kann es kaum fassen, dass Gottfried vor kurzem nach ihr gefragt hat. Er ist mit unbekanntem Ziel weitergewandert. Frau Wienhart, selbst am Ende ihrer Möglichkeiten, erwägt nach ihm zu suchen oder an den hartherzigen aber wohlhabenden Meister Friedeborn zu schreiben. Da erscheint unvermutet Muhme Anne bei den Wienharts. Auch sie hat alles Verfügbare aufgeboten, um zu Grethe zu reisen, für die zu sorgen sie ja ihrer Schwester versprochen hat. Sie beteiligt sich an der Pflege von Grethe, die sich nur ganz langsam erholt. Als Grethe reisefähig ist,  reist Anne mit ihr zurück nach Heilbronn. Anne erfreut sich nun der Hilfe von Grethe im Haushalt. Sie vermisst aber die frühere Heiterkeit von Anne, die still und wie abwesend bei ihr lebt. Marianne unterstützt mit wortloser Duldung durch Friedeborn Anne und Grethe mit Lebensmitteln. Friedeborn leidet stark unter Einsamkeit und schlechtem Gewissen. Mit großer Anstrengung macht er sich schließlich auf zum Haus von Anne. Grethe öffnet die Tür. Er vergrämt, die entsetzt stehen sich beide schweigend gegenüber.


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