Robert Frankenburg: Das Käthchen von Heilbronn. Romantische Erzählung
Dresden: Druck u. Verlag von Rich. Herm. Dietrich [um 1900]

Inhaltsangabe


Seite 2108-2134
136. Kapitel: Umsonst gefehlt
Bearbeitet von Dr. Elke Schulz-Hanßen

Personen:
Gräfin Hildegard von Rossitz
Rosselenker
Agnes von Warwand
Junker Johann mit Knappen
Veronika
Wirt
Gräfin Gertrude von Warwand
Graf Rupert von Rossitz
Graf Sylvester von Warwand
Diener Anton
Sebastian

Kurzinhalt:
Hildegard und Agnes machen auf der Flucht Rast in einem Gasthaus. Agnes sieht vom Fenster aus den sie verfolgenden Johann heranreiten. Sie bittet Veronika gegen eine goldene Kette, Hildegard und sie zu verstecken. Sie gelangen durch eine Falltür in den Keller. Johann sieht den Wagen vor dem Wirtshaus und sucht die Frauen dort vergeblich. Er legt sich, beobachtet von Veronika, bis zum Einbruch der Dunkelheit in der Nähe auf die Lauer. Nach Einbruch der Dunkelheit bringt sie die Frauen zum nahe gelegenen Hof ihres Paten. Sie besteigen, den, gegen einen kostbaren Ring, bereitgestellten Wagen und eilen in Richtung Burg Warwand. Auf Warwand erbittet Gertrude vergeblich von Rupert Hilfe für die Rückkehr von Agnes. Sie befiehlt einem Diener Rupert ein Schlafmittel zu verabreichen. Mit Hilfe von Sebastian wird der tief Schlafende in einem Wagen zu Junker Johann gebracht. An Johann wird ein Brief von Getrude mitgeschickt. Inzwischen kommen Hildegard und Agnes auf Warwand an. Gertrude gesteht Hildegard, dass sie Rupert schlafend zu Johann hat bringen lassen.

Inhaltsangabe Langfassung:
Hildegard und Agnes müssen auf der Flucht vor Johann der müden Pferde wegen eine Rast in einem Gasthaus machen. Agnes beobachtet am Fenster ängstlich, ob Johann sie verfolgt. Sie erblickt ihn in der Ferne heranreitend. Sie bittet die Wirtstocher Veronika, sie zu verstecken und bietet ihr dafür ihre goldene Halskette. Veronika führt sie beherzt zu einer Falltür, die in den Keller führt. Die Frauen steigen eilig und ängstlich herunter. Veronika schiebt eine Kiste auf die Falltür. Johann, der vor dem Wirtshaus seinen Wagen stehen sieht, erscheint und verlangt herrisch nach den Frauen. Der Wirt ist ahnungslos. Veronika versichert kaltblütig, nichts über den Verbleib der Frauen zu wissen, die gespeist und bezahlt hätten. Johann durchsucht vergeblich das ganze Anwesen. Auch auf der Landstraße entdeckt er sie nicht. Wütend legt er sich in der Nähe auf die Lauer. Nach Einbruch der Dunkelheit verlässt er, beobachtet von Veronika, den Spähposten. Veronika ist bereit, gegen einen kostbaren Ring, den Frauen zur weiteren Flucht mit Hilfe des Wagens ihres Paten zu verhelfen. Die Frauen fahren in Richtung Burg Warwand. Dort versucht Gertrud vergeblich Rupert dazu zu bewegen, ihr zu helfen, Agnes aus der Gefangenschaft des Johann zu befreien. Gedemütigt brechen alte Rachegefühle gegen die Rossitzer wieder auf. Sie befiehlt dem zuständigen Diener, Rupert ein Schlafmittel zu verabreichen. Als er tief schläft, wird er heimlich mit Hilfe von Sebastian in einen Wagen gesetzt und zu Johann gebracht. Gertrude schickt an Johann persönlich einen Brief mit. Wenig später kommen Agnes und zur Verwunderung Gertrudes auch Hildegard auf Warwand an. Hildegard dankt Gertrude für die Aufnahme von Rupert und wünscht, ihn zu sehen. Nach einigem Zögern entschließt sich Gertrud zur Wahrheit und gesteht Gertrude, dass sie Rupert schlafend zu Johann hat bringen lassen. Verstört erkennt sie, dass sie Rupert umsonst verraten hat.


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