Robert Frankenburg: Das Käthchen von Heilbronn. Romantische Erzählung
Dresden: Druck u. Verlag von Rich. Herm. Dietrich [um 1900]

Inhaltsangabe


Seite 2040-2054
132. Kapitel: Im Reiche der Todten
Bearbeitet von Dr. Elke Schulz-Hanßen

Personen:
Gottfried
Muhme Anne
Wirt
Totengräber

Kurzinhalt:
Gottfried, der die von Friedeborn verstoßene Grethe im Umkreis von Heilbronn vergeblich gesucht hat, kehrt verzweifelt zurück zu Muhme Anne. Sie rät ihm, Grethe nunmehr in deren entfernt liegenden Heimatstadt zu suchen. Gottfried macht sich auf die beschwerliche Winterwanderung. Im dortigen Gasthaus erfährt er von einem Wirt, das Grethes Mutter auf dem Friedhof begraben liegt. Von der Tochter fehlt jede Spur. Auf dem Friedhof erfährt er vom Totengräber, dass Grethe vor kurzer Zeit im nahen Wald erfroren aufgefunden und dann begraben wurde.

Inhaltsangabe Langfassung:
Gottfried hat die von Friedeborn verstoßene Grethe vergeblich im Umkreis von Heilbronn gesucht. Enttäuscht und verzweifelt kehrt er nach Heilbronn in das Haus der Muhme Anne zurück. Sie empfiehlt ihm nun in Grethes Heimat nach ihr zu suchen, denn wohin hätte sie sich als heimatlose Waise sonst wenden sollen. Gottfried macht sich wieder auf den im Winter beschwerlichen Weg. Nach Wochen erreicht er Grethes  Heimatstadt. In den Gassen hält er vergeblich nach ihr Ausschau. Bei einer Einkehr erfährt  er vom Wirt, dass die Mutter von Grethe, Friederike Halbert, schon vor Jahren gestorben sei und auf dem nicht fernen Friedhof begraben liege. Die Tochter sei nach Heilbronn gekommen. Nach unruhiger Nacht in der Herberge macht Gottfried sich ohne festes Ziel hoffnungslos wieder auf die Wanderung. Der Wirt, dem er sich nicht offenbart hat, guckt dem seltsamen Gast erleichtert nach. Ohne es zu planen gelangt Gottfried auf den Friedhof und findet das Grab von Grethes Mutter. Er versinkt in tiefes Nachdenken über den Sinn von Tod und Leben. Ein Totengräber tritt zu ihm. Gottfried ist nicht bereit zu einem Gespräch. Im Weggehen entdeckt er dann einen frisch aufgeworfenen Grabhügel. Auf seine Frage antwortet der Totengräber, man habe dort vor kurzem ein blutjunges Ding begraben, das sein Hund erfroren im nahen Wald aufgespürt habe. Man habe sie zunächst nicht identifizieren können. Einige im Ort hätten aber eine Ähnlichkeit mit Friederike Halbert erkannt. Dann habe man in ihre Wäsche eingenäht die Buchstaben M.H., Margerethe Halbert, gefunden und als solche begraben. Gottfried wird ohnmächtig.


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