Robert Frankenburg: Das Käthchen von Heilbronn. Romantische Erzählung
Dresden: Druck u. Verlag von Rich. Herm. Dietrich [um 1900]

Inhaltsangabe


Seite 1975-1995
129. Kapitel: Seltener Edelmuth
Bearbeitet von Dr. Elke Schulz-Hanßen

Personen:
Gräfin Gertrude
Graf Sylvester
Graf Rupert von Rossitz
zwei Boten des Junkers Johann

Kurzinhalt:
Gertrude gesteht ihrem  kranken Gemahl Sylvester das Verschwinden der Tochter Agnes erst nach 24 Stunden.  Beide verdächtigen den Junker Johann.  Ruprecht  beobachtet am Fenster das Eintreffen zweier Männer im Burghof, in denen er Boten des Junkers Johann vermutet. Er belauscht das Gespräch der Boten mit dem Grafen Sylvester. Die Boten fordern die Herausgabe des Grafen Rupert gegen die Rückgabe von Agnes, die sie zugeben, entführt zu haben. Sylvester weist das Ansinnen zurück. Er verletze nicht das Gastrecht, auch wenn er damit seinem verfeindeten Vetter Ruprecht nutze und seine Tochter nur noch Gott schützen könne. Gertrude versucht verzweifelt und vergeblich, Sylvester umzustimmen. Sie sucht Rupert auf und bittet ihn zu helfen. Er weist sie rüde ab. Schließlich habe Sylvester seinen Sohn ermordet. Gertrude schwört Rache. Rupert verlässt heimlich die Burg. Er wird vermisst und gesucht. Knappen finden ihn ohnmächtig unweit der Burg und bringen ihn zurück.

Inhaltsangabe Langfassung:
Gertrude gesteht ihrem beunruhigten bettlägerigen Gemahl Sylvester erst nach 24 Stunden des Verschwinden von Agnes. Verzweifelt verdächtigen beide den Junker Johann. Auch Ruprecht vermisst - zu seiner Verwunderung - Agnes, die auch ihn pflegt. Er beobachtet am Fenster das Eintreffen zweier Männer im Burghof, in denen er Boten des Junkers Johann vermutet. Er begibt sich unbemerkt in den Raum neben dem Krankenzimmer von Sylvester und belauscht das Gespräch von Sylvester und den Boten im Beisein von Gertrud. Die Boten verlangen die Herausgabe von Rupert für die Rückgabe von Agnes, die sie gestehen, - zufällig anstelle Ruperts - entführt zu haben. Sylvester weist das Angebot zurück: er verletze nicht das Gastrecht, auch wenn es einem Feind nutze und seine Tochter dem Schutz Gottes überlasse. Die verzweifelte Gertrude kann ihn mit Bitten, Beten und Argumenten nicht umstimmen. Rupert nimmt mit Erstaunen die Haltung seines verfeindeten Vetters zu Kenntnis. Gertrude sucht Rupert in seinem Zimmer auf und bittet ihn um Hilfe. Er weist sie rüde zurück. Schließlich habe Sylvester ihren Sohn ermordet. Gertrude schwört Rache. Rupert nimmt die Drohung ernst und verlässt heimlich die Burg. Er wird vermisst, von Knappen gesucht, ohnmächtig gefunden und auf die Burg zurückgebracht.


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