Robert Frankenburg: Das Käthchen von Heilbronn. Romantische Erzählung
Dresden: Druck u. Verlag von Rich. Herm. Dietrich [um 1900]

Inhaltsangabe


Seite 1907-1919
125. Kapitel: O, bitt're Entsagung
Bearbeitet von Dr. Elke Schulz-Hanßen

Personen:
Walther von Brandow
Rolf
Roland
Berthold
Helena von Burgstädt
Muhme von Helena
Astrolog/Meister von St. Martin

Kurzinhalt:
Rolf, vom Meister entsandt, besucht Walther von Brandow. Er soll Erkundigungen über die erkrankte Constanze von Werning einholen. Es muss verhindert werden, dass der Präsident, ihr Vater, sie mit dem Landjägermeister verheiratet. Von Brandow verspricht, einen rothaarigen Schreiber des Präsidenten, ein Mitglied des Bundes,  auszuhorchen. Roland erscheint und behauptet Helena wiedergesehen zu haben. Er zeigt dem ungläubigen Rolf ein „güldenes Kettlein“, das er am Treffpunkt fand. Rolf bricht unvermittelt auf, um dem Meister Bericht über Constanze, sowie Roland und Helena zu erstatten. Der Meister schickt Rolf umgehend in die Residenz zurück, um Helena zu finden und ihr ein Schreiben zu überreichen. Rolf trifft Helena bei ihrer Muhme. Sie erfährt durch das Schreiben die Herkunft Rolands. Sie soll ihm entsagen und bei Hofe eine neue Identität annehmen als Enkeltochter des Grafen Harden. Verzweifelt nimmt sie an.

Inhaltsangabe Langfassung:
Walter von Brandow empfängt den Besuch von Rolf als Abgesandten des Meisters. Er soll Erkundigungen über Constanze von Werning einholen, die nach Wolframs Verbannung schwer erkrankt ist. Es ist zu befürchten, dass ihr Vater, der Präsident  sie dennoch baldmöglichst mit dem Landjägermeister verheiraten wird. Das will der Meister verhindern. Walther und Rolf kommen überein, dass Walter den „rothaarigen Schreiber“ des Präsidenten aushorchen soll, der sei zwar „falsch“ aber immerhin Mitglied des Bundes. Unangekündigt erscheint Roland bei von Brandow und berichtet erregt und überglücklich, dass er Helena wiedergesehen habe. Sie sei also nicht ertrunken. Den ungläubigen Zuhörern zeigt er ein „güldenes Kettlein“, das er am Ort des überraschenden kurzen Zusammentreffens mit der Geliebten gefunden habe. Rolf verlässt unverzüglich den Raum. Er kehrt zurück zum Meister und berichtet über Constanze sowie Roland und Helena. Der Meister ist bestürzt. Er verfasst ein Schreiben mit dem Rolf schon am nächsten Morgen in die Residenz zurückkehrt. Er soll Helena aufspüren, mutmaßlich bei ihrer Muhme. Er trifft tatsächlich bei der alten Frau auf Helena. Sie ist verängstigt und verstört über die Tatsache, dass Rolf, der Fremde, ihren Namen kennt. Widerstrebend liest sie den Brief des Meisters. Er enthüllt ihr die Herkunft von Roland. Sie erkennt verzweifelt, dass sie auf Roland verzichten und als mittellose Waise auf den Vorschlag eingehen muss, bei Hofe eine neue Identität als Enkeltochter des Grafen Harden anzunehmen. Sie fleht bei der Jungfrau um Hilfe, diese Rolle durchzuhalten, wenn sie dort mit Roland zusammentrifft. Von Gott erhofft sie, dass er sie bald in sein himmlisches Reich aufnähme.


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