Robert Frankenburg: Das Käthchen von Heilbronn. Romantische Erzählung
Dresden: Druck u. Verlag von Rich. Herm. Dietrich [um 1900]

Inhaltsangabe


Seite 1860-1880
122. Kapitel: Zur Rache verbündet
Bearbeitet von Dr. Elke Schulz-Hanßen

Personen:
Franziskus, Schriftgelehrter
Roter Zwerg
Kunz
Hubertus von Thurneck

Kurzinhalt:
Der rote Zwerg findet Franziskus fast erfroren im Schnee und bringt ihn in seine Höhle. Dort halten sich Kunz und Hubertus auf. Franziskus meint zu recht in Hubertus einen von Thurneck zu erblicken.  Der Zwerg klärt ihn über Hubertus auf und dessen von Kunigunde geplanten, vom Zwerg verhinderten und Kunigunde  vorgetäuschten Mord. Der Zwerg nahm Hubertus zu sich. Franziskus berichtet, dass auch er an Kunigunde Rache üben will, weil sie das zweite Testament von Beatrice nicht anerkennen will und meint es vernichtet zu haben. Franziskus hatte ihr aber nur eine Kopie ausgehändigt. Er will dem zweiten Testament zum Recht verhelfen. Der Zwerg hat einen nicht erklärten persönlichen Grund zur Rache an Kunigunde. Hubertus fürchtet durch die Rache der beiden auch sich selbst als Thurneck geschädigt.

Inhaltsangabe Langfassung:
Der rote Zwerg findet Franziskus, der nach langer Wanderschaft getrieben von der Rache an Kunigunde zusammengebrochen ist, fast erfroren im Schnee und bringt ihn mit Augenbinde, wegen des Bären, in seine Höhle. Dort halten sich Kunz und Hubertus auf. Franziskus meint in Hubertus einen Bruder von Kunigunde zu erkennen, aber der sei doch tot. Der Zwerg klärt ihn über dessen Schicksal auf. Nach dem Tod der Eltern wollte Kunigunde sich das Erbe sichern. Sie bestach Peter, Hubertus, noch Kind, beim Klettern in einen Abgrund zu stürzen. Das verhinderte der Zwerg in letzter Minute und nahm Hubertus in seine Obhut. Peter täuschte gegenüber Kunigunde den Mord vor. Franziskus berichtet, dass er dem zweiten, gültigen Testament von Beatrice zum Recht verhelfen will, das Kunigunde meint vernichtet zu habe, nicht wissend, dass es nur eine Kopie war. Sie hofft so auf den Vollzug des ersten Testaments, in dem Beatrice den Rheingrafen, verlobt mit Kunigunde, begünstigte. Der Zwerg hat noch einen persönlichen Grund, den er nicht enthüllt, sich an Kunigunde zu rächen. Der sanfte Hubertus verfolgt trotz der Untat seiner Schwester an ihm die Rachegespräche mit gemischten Gefühlen. Er fürchtet mit der vollzogenen Rache an Kunigunde auch einen Schaden für sich als Thurneck.


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