Robert Frankenburg: Das Käthchen von Heilbronn. Romantische Erzählung
Dresden: Druck u. Verlag von Rich. Herm. Dietrich [um 1900]

Inhaltsangabe


Seite 1833-1860
121. Kapitel: Hämische Rache
Bearbeitet von Dr. Elke Schulz-Hanßen

Personen:
Kunigunde von Thurneck
Gerald
Rosalinde
Ritter vom Strahl
Käthchen von Heilbronn
Schildknappe auf Burg Thorn
Graf von Thorn
Ritter Ludolf

Kurzinhalt:
Kunigunde sinnt auf Rache gegenüber dem Ritter vom Strahl. Sie beauftragt Gerald, ihn zu finden und ihn auf die Burg Thorn zu locken. Gerald findet ihn unterwegs mit Käthchen. Es gelingt ihm, die Erschöpften auf die Burg Thorn zu locken. Dort finden sie ahnungslos Obdach in Räumen des Gesindes. Kunigunde arrangiert eine Szene, in der sie und ihr Gefolge einen Blick auf den erschöpft Schlafenden werfen können. Sie hofft, ihn so demütigen zu können und Käthchen zu schmähen. Die Festgesellschaft und auch der Graf von Thorn reagieren aber mitleidig und wenden sich von Kunigunde ab. Obwohl der Graf gegen den Willen Kunigundes dem Verfemten und Käthchen weiter Obdach gewähren will, verlässt der Graf vom Strahl aus Respekt vor von Thorn die Burg zusammen mit Käthchen. Ritter Ludolf folgt ihnen im Auftrag der Festgesellschaft, bringt deren Segenswünsche und hinterlässt unbemerkt einen Beutel mit Gold.

Inhaltsangabe Langfassung:
Kunigunde muss sich als entlobt betrachten und will sich an Graf vom Strahl und Käthchen, auf das sie rasend eifersüchtig ist, rächen. Sie beauftragt Gerald, die beiden aufzuspüren und auf die Burg Thorn zu locken, wo sie beide treffen will. Gerald lockt die Erschöpften Obdach Suchenden tatsächlich dorthin. Vom Strahl verdrängt sein Misstrauen und sitzt sogar auf Geralds Pferd auf. Auf der Burg Thorn erhalten sie Quartier in Räumen des Gesindes. Vom Strahl schläft sofort ein. Kunigunde arrangiert eine Szene, in der sie und ihr Gefolge durch die geöffnete Zimmertür den schlafenden Grafen erblicken können. Hohnlachend klärt sie die Festgesellschaft darüber auf, dass das der verfemte Ritter vom Strahl sei. Anders als vom ihr erhofft zeigt die Festgesellschaft und auch Graf Thorn Mitleid mit dem Grafen von Strahl und Anerkennung für Käthchen. Vergeblich versucht sie den Grafen zu veranlassen, vom Strahl der Burg zu verweisen. Der wahrt mit letzter Kraft seine Ritterschaft und verlässt sofort aus Respekt vor von Thorn mit Käthchen die Burg. Die Festgesellschaft ist empört über Kunigundes Hartherzigkeit und schickt Ritter Ludolf hinter den beiden her. Er übermittelt Segenswünsche und hinterlässt unbemerkt einen Beutel mit Gold. Käthchen erkennt in Ludolf ihren Retter von einst.


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