Robert Frankenburg: Das Käthchen von Heilbronn. Romantische Erzählung
Dresden: Druck u. Verlag von Rich. Herm. Dietrich [um 1900]

Inhaltsangabe


Seite 1815-1833
120. Kapitel: Der nächtliche Raub
Bearbeitet von Dr. Schulz-Hanßen

Personen:
Agnes
Gilbert
Junker Johann
Bertram
Pförtner Antonius
Graf Rossitz
Dienerin Dorothee
Gräfin Gertrude

Kurzinhalt:
Junker Johann und Gilbert überfallen Agnes in der Burg Warwand. Sie fesseln und knebeln sie und stecken sie in einen Sack. Sie überlisten den Pförtner und bringen sich und Agnes in dem Sack durch die kleine Pforte nach außerhalb der Burg. Außerhalb des Warwander Waldes wecken sie Agnes und bringen die erschöpft gleich wieder Schlafende per Pferd zu dem verabredeten Ziel.  Auf der Burg wird Agnes von den Dienerinnen, die pflichtvergessen geschlafen hatten, und der Gräfin vermisst. Der Pförtner erzählt von einer nächtlichen Suchaktion  der „Händler“ bei der Agnes aber nicht gesehen wurde. Wenn die Händler ihre Hand im Spiel haben, werden sie zurückkommen, um ihre zurückgelassenen Waren  zu holen.

Inhaltsangabe Langfassung:
Junker Johann und Gilbert überfallen Agnes nachts in einem Gang der Burg, als sie eine Medikamentenphiole für Graf Rossitz holen will. Sie fesseln und knebeln sie und stecken sie in einen ihrer ausgeleerten Händlersäcke. Gilbert versteckt sich im Burghof. Johann lehnt den Sack mit der betäubten Agnes neben die kleine Pforte in der Burgmauer. Er belügt den Pförtner mit der Geschichte, sein schwachsinniger "Neffe"  habe sich unbemerkt über die Mauer aus dem Staub gemacht, sei wahrscheinlich verletzt und brauche Hilfe. Deshalb müsse Johann ihn außerhalb der Burg suchen. Dazu könne er die kleine Pforte benutzen. Er überredet den Pförtner schließlich, den Schlüssel zu holen. Während sie zu der Pforte gehen, macht Johann dem Pförtner fälschlich weiß, er habe eine Person in das Pförtnerhäuschen huschen sehen. Dem Pförtner fällt ein, dass er die Tür nicht verschlossen hatte, aber gerade beim Goldzählen war. Er eilt zurück zum Pförtnerhaus. Junker mit Agnes im Sack und Gilbert entkommen. Hinter dem Warwander Wald besteigen sie die dort  versteckten Pferde zusammen mit der betäubten Agnes, die beim Entfesseln nur kurz aufgewacht war, um das verabredete Ziel zu erreichen. In der Burg wird Agnes sehr spät vermisst und dann vergeblich gesucht, weil die Dienerinnen eingeschlafen waren. Gräfin Gertrud wird geweckt. Der Pförtner berichtet die nächtliche "Händler"-Geschichte, bei der Agnes aber nicht gesehen wurde. Man beruhigt sich damit, dass die Händler, falls sie etwas damit zu tun haben, zurückkommen werden, um ihre Waren zu holen.


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