Robert Frankenburg: Das Käthchen von Heilbronn. Romantische Erzählung
Dresden: Druck u. Verlag von Rich. Herm. Dietrich [um 1900]

Inhaltsangabe


Seite 1779-1800
118. Kapitel: Ein trotzig' Herz
Bearbeitet von Dr. Elke Schulz-Hanßen

Personen:
Grethe
Friedeborn
Muhme Anne
Gottfried
Marianne

Kurzinhalt:
Friedeborn erklärt Grethe abends in der Stube, dass er sie nicht an den Vergnügungen in der Stadt teilnehmen lassen kann, weil er erlebt hat, wie es seinem Käthchen gegangen ist, nachdem es dem Ritter vom Strahl gefolgt ist. Selbst aus dem Kloster ist es geflohen. Als es zu ihm zurückgekehrt ist, hat er es als eine Entehrte verstoßen. Grethe ist entsetzt. Sie macht ihm heftige Vorwürfe. Gottfried, der hinzukommt, bestärkt Grethe. Friedeborn verweist Grethe des Hauses. Nachts träumt er vom Käthchen, das vergebens nach ihm ruft. Am nächsten Morgen ist Grethe verschwunden. Gottfried sucht sie vergeblich. In der nächsten Nacht träumt Friedeborn von vielen elenden Menschen, darunter die beiden von ihm verstoßenen Mädchen. Auch Marianne und Anne haben  kein Verständnis für ihn.

Inhaltsangabe Langfassung:
Mit Grethe abends allein in der Stube erzählt Friedeborn erstmals von Käthchens Schicksal, um zu erklären, warum er Grethe ohne Begleitung nicht am "gefährlichen" Stadtleben teilhaben lassen kann. Grethe hat Mitleid mit Käthchen und macht Friedeborn empört schwere Vorwürfe wegen seiner Lieblosigkeit. Friedeborn verbietet sich die Kritik, die der hinzukommende Gottfried unterstützt, und verweist schließlich Grete des Hauses. Friedeborn hat eine unruhige Nacht und sieht im Traum Käthchen auf schneebedeckter Straße vergeblich nach ihm rufen. Gottfried hofft, dass am nächsten Morgen Frieden eintreten wird. Aber Grethe schreibt einen Abschiedsbrief und verlässt noch in der Nacht das Haus. Gottfried, der sie lieb gewonnen hat, sucht vergeblich nach ihr. Sie hat sich nicht zu der entsetzten Muhme Anne geflüchtet. Auch Marianne missbilligt Friedborns Verhalten gegenüber der schutzbedürftigen Grethe, die sich im Haus freundlich sehr nützlich gemacht hat. Friedeborn wird klar, dass er Mörder seiner Tochter sein wird, wenn sie draußen stirbt. Reue erhebt sich auch gegenüber Grethe. Marianne und Anne haben sich von ihm abgewendet. Einsam träumt er nachts von vielen elenden Menschen, darunter Käthchen und Grethe.


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