Galerie Fluchtweg im Kleist-Archiv Sembdner, Heilbronn proudly presents

Galerie Fluchtweg im Kleist-Archiv Sembdner,

die vermutlich kleinste Kunstgalerie in Heilbronn


Die Idee klingt vielleicht schräg, hat aber auch ihren Reiz: Wir stellen unseren Vorraum im Kleist-Archiv Sembdner im K3 (Flur) als Ausstellungsfläche für Kunst zur Verfügung.

Warum? Wir haben im K3 einen relativ großen unbenutzbaren Flur, weiß gestrichen, durch die Glasfront von außen einsehbar, der feuerpolizeilicher Fluchtweg ist und deshalb von Gerätschaften wie Fotokopierer oder Garderobenständer freigehalten werden muß. Rundum ausgestattet mit Galerieschienen unter der Decke, Stahlseile mit Haken und Trittleiter sind vorhanden. Da könnte man Kleistisches aufhängen. Wollen wir aber nicht. Stattdessen lieber Kunst. Nach dem Motto: Der kleine Quickie zwischendurch.

Die Maße (Hängeflächen insgesamt ca. 12 lfdm): Lange Wand: 1 x 5,40 m, Querwand: 1 x 1,50 (daneben eine Tür 1 m), Gegenüber der langen Wand: 1 x 2,30 m, 1 x 2,50, dazwischen 1 Tür 1 m, 1 Tür 1,20 m.

Zu einigen Details:

1. Der Raum ist relativ klein, aber hoch, d. h. man braucht nur zwischen 5 und - alleräußerstenfalls - 10 Bilder für eine Ausstellung, kann also einen kleinen Zyklus hängen. Oder Neues, das noch feucht ist. Keinesfalls aber Kleist.

2. Die Öffnungszeiten entsprechen unseren Arbeitszeiten, d. h. so etwa Mo - Do 8 - 17 bzw. 18, Fr 8-13/14 Uhr, auch durchgängig über Mittag. Darüber hinaus punktuell bei Veranstaltungen abends. Wenn wir nicht da sind, ist ohne Vorwarnung zu.

3. Gehängt wird nur, was uns gefällt. Das ist keine Willkür, sondern Notwehr: Schließlich müssen wir die Bilder jeden Tag mehrfach anschauen.

4. Bei entsprechenden Vorlagen (digital verarbeitbar) bringen wir die ausgestellten Bilder ins Internet (was gelegentlich zu weltweiten Kontakten führt). Wir beraten im Rahmen unserer Möglichkeiten über preisgünstige Herstellung von Postkarten und Minikatalogen (die wir aber nicht finanzieren können).

5. Wir werben im Rahmen unserer Möglichkeiten, d. h. wir geben vorzugsweise Pressemeldungen raus, kopieren auf Wunsch bei zur Verfügung gestellten Vorlagen bis zu 50 DIN-A-3 Plakate schwarzweiß (Digitalkopierer vorhanden).

6. Wir improvisieren gemeinsam, wenn wir Lust haben, Eröffnungen, die anders sind als die anderen, nicht so bierernst oder gewollt "zeitgemäß", sondern locker-flockig-easy. Wenn wir keine Lust haben, machen wir keine.

7. Kosten für die ausstellenden Künstler: keine. Verpflichtungen für uns: auch keine. Aus Eigeninteresse versichern wir aber die Objekte für die Zeit, in der sie bei uns sind.

8. Kaufwünsche geben wir weiter, Verkaufsprovisionen verlangen wir nicht. Spenden verweigern wir uns nicht, Kleist-Arbeiten nehmen wir dankend entgegen und archivieren sie gewissenhaft.

9. Wir haben Rahmen, Nielsen, 70 x 100 bzw. 50 x 60 cm. Rahmen muß man aber selber.

10. Wir erwägen während der Ausstellungen ad-hoc-Fluchtweg-Lesungen. Weil zu Autorenlesungen bekanntlich doch immer nur sechs Leute kommen oder sieben (incl. Autor, Veranstalter und Hausmeister), reicht der Platz dicke zwischen den Bildern.

Ist das eine Idee? Haben Sie auch eine? Melden Sie sich doch einfach bei Interesse.