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THEMA: NR 1872 D.F.Strauß über den »Homburg«

NR 1872 D.F.Strauß über den »Homburg« 2 Jahre 3 Monate her #7

»– Kürzlich las ich, weil wir in Stuttgart so elend darum gekommen waren, Kleist's Prinz von Homburg. Ei, was ist das für ein herrliches Stück! Kaum jemals hat es so stark auf mich gewirkt. Der Krankheitsstoff, der Kleist sonst immer so viel zu schaffen macht, hat sich hier gleichsam heraus auf die Haut geworfen. Nur die erste Szene (und als Wiederschein die letzte) ist phantastisch-somnambulistisch. Alles andere kerngesund und das Einzige, was man in dieser Hinsicht beanstanden könnte, der allzu tiefe Fall des Helden in maßlose Todesangst, wird gerade durch das Träumerische, das ihm von der ersten Szene her anklebt, gut gemacht. Das ganze Heldenleben ist unter die Beleuchtung des Gedankens ›Das Leben ein Traum‹ gesetzt.«

David Friedrich Strauß, Brief an Ernst Rapp, Darmstadt, 30. April 1872
Aus: Ausgewählte Briefe von David Friedrich Strauß. Hrsg. und erläutert von Eduard Zeller. Bonn 1895, S. 543f.

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