Kleistpreis 2008 an Max Goldt

Eine Information des Kleist-Archivs Sembdner, Heilbronn


Der Schriftsteller und Musiker Max Goldt erhält den Kleist-Preis 2008

Der Autor Daniel Kehlmann ("Die Vermessung der Welt") habe als Vertrauensperson der Jury Goldt für die Auszeichnung benannt, teilte die Heinrich-von-Kleist-Gesellschaft mit. Der 1958 in Göttingen geborene Goldt habe als Kolumnist der Zeitschrift "Titanic", Essayist und Prosakünstler den deutschen Alltag bis "zur Kenntlichkeit entstellt", hieß es zur Begründung. Mit seinem Witz, Scharfsinn und ästhetischen Urteilsvermögen sei er dem Sprachkritiker Karl Kraus (1874-1936) vergleichbar. Der mit 20.000 Euro dotierte Preis soll Goldt am 23. November 2008 in Berlin verliehen werden.

Goldt lebt seit 1977 in Berlin. 1981 gründete er zusammen mit Gerd Pasemann das Duo "Foyer des Arts" und galt mit Songs wie "Wissenswertes über Erlangen" oder "Hubschraubereinsatz" als einer der Stars der Neuen Deutschen Welle. Als Schriftsteller wurde er mit mit schönen Titeln bekannt wie "Mein äußerst schwer erziehbarer schwuler Schwager aus der Schweiz" (1984), "Quitten für die Menschen zwischen Emden und Zittau" oder "Schließ einfach die Augen und stell dir vor, ich wäre Heinz Kluncker" (1994). Zuletzt erschienen "Vom Zauber des seitlich dran Vorbeigehens" und "QQ".

(Quelle: Hinweis unseres Agenten PS, 7. 4. 2008)

Reden zur Preisverleihung

Die Reden der Kleistpreisträger erscheinen üblicherweise im nächsterreichbaren Kleist-Jahrbuch. Gelegentlich drucken auch Zeitungen und Zeitschriften vorab. Im Fall von Max Goldt erschien die Laudatio von Daniel Kehlmann in der Süddeutschen Zeitung vom 26. 11. 2008, Max Goldts Dankrede in: Titanic 1/2009, S. 60-62 (Zeitungsausschnitte im Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! vorhanden).

Fotos von der Preisverleihung